Im Brennpunkt: Oxidation und Reduktion (Redoxsysteme)

Eingestellt von am 22.02.2013
oxidation

Wir haben es mit den ‚O’s. Nach dem Spezial zur Oxalsäure, jetzt – und aus gegebenem Anlass – ein Spezial zur Oxidation. Zunächst zum Anlass: Immer dann, wenn wir auf Gesundheitsmessen auftreten, wie zuletzt auf der Paracelsus-Messe / Veggie World in Wiesbaden, treten Fragen in den Vordergrund, die normalerweise eher nicht gefragt werden. Zu solch einer Frage gehört folgende – völlig unbegründete – „Angst“:

„Wird durch das pürieren im Hochleistungsmixer nicht zuviel Sauerstoff eingewirbelt, der dann zu einer vermehrten Oxidation und damit: zu Nährstoffverlusten im Smoothie führt“?

 

Nun, die Antwort hat im Grunde genommen schon Victoria (Boutenko) in diesem FAQ-Beitrag gegeben. Da die Frage jedoch von einigen Gesundheitsenthusiasten immer wieder gestellt wird, hier noch einmal die Antwort, diesmal von Christian und Carlos.

 

Keine Nährstoffverlust durch Sauerstoffeinwirkung

Was heißt Oxidation eigentlich?

Oxidation ist gleichbedeutend mit Elektronenverlust, genauer: mit einer Elektronenverschiebung – dem Übergang von Elektronen zwischen Atomen. Dort, wo Elektronen abgegeben werden, was häufig im Rahmen einer Reaktion mit Sauerstoff erfolgt, findet eine Oxidation statt, dort, wo Elektronen aufgenommen werden, was u.a. im Rahmen einer Reaktion mit Wasserstoff erfolgt, findet eine Reduktion statt.

Oxidationen und Reduktionen finden ständig statt. Mehr noch: Oxidations- und Reduktionsreaktionen (Redoxreaktionen) nehmen in biologischen Systemen eine zentrale Stellung ein. Die Reduktion und Oxidation von Molekülen und der damit verbundene Elektronen- und d.h. Energiefluss ist nicht nur Grundlage unseres menschlichen Daseins, sondern eines jeden Lebens überhaupt.

Redoxpotentiale und grüne Smoothies

Die Fähigkeit Elektronen aufzunehmen bzw. abzugeben wird als Redoxpotential bezeichnet. Bei jeder Abgabe eines Elektrons (Oxidation) wird Energie aus dem oxidierten Molekül freigesetzt – das Redoxpotential erhöht sich. Hingegen wird bei jeder Aufnahme eines Elektrons (Reduktion) Energie in dem reduzierten Molekül gespeichert – das Redoxpotential erniedrigt sich.

Das Redoxpotential in Flüssigkeiten, also auch im grünen Smoothie ist messbar und wird in mV (milliVolt) gemessen. Ein negativer Wert bedeutet es liegt ein Überschuss an negativer Ladung vor, ein positiver Wert hingegen bedeutet ein Überschuss an positiver Ladung.

  1. Überschuss an negativer Ladung = Elektronen = Energie
  2. Überschuss an positiver Ladung = Mangel an Elektronen = Mangel an Energie

 

Im letzten Artikel zu unserer Reihe „Chlorophyll – Wunder des Lebens“ haben wir gesehen, dass der Mensch ein elektrisches Wesen ist. Alle Vorgänge im Körper werden durch Elektronen ermöglicht. Es sind diese Elektronen, die Träger elektrischer Ladung, die außerdem Biophotonen aufnehmen und auch wieder abgeben. Biophotonen wiederum steuern und organisieren Stoffwechselvorgänge in biologischen Systemen.

Nahrung – und hier nimmt der grüne Smoothie eine herausragende Sonderstellung ein – ist also Träger von (Lebens-)energie!

 

Oxidationsvorgänge im grünen Smoothie sind irrelevant

Sie sind es deshalb, weil ein völlig falsches Bild von Oxidationen und Reduktionen existiert.

Wie bereits Victoria Boutenko im Rahmen Ihres berühmten Sedimentationstests eindrucksvoll unter Beweis stellte: Wenn aus den gleichen grünen Blättern erstens ein Saft und zweitens ein Smoothie hergestellt wird, sedimentiert der Saft deutlich früher.

Sedimentieren bedeutet hier: Oxidation durch Elektronenverlust. Das ist in diesem Fall gleichbedeutend mit einem Verlust von Antioxidantien, was den Oxidationsvorgang weiter beschleunigt – schließlich fehlen ja nun jene Substanzen, die den Oxidationsvorgang stoppen bzw. verlangsamen können. Daher der Name „Antioxidantien“. Antioxidantien sind Stoffe, die als Elektronenspender fungieren, also über überschüssige Elektronen verfügen.

Das bekannteste Antioxidant ist Vitamin C. Daneben gibt es eine große Vielzahl weiterer Substanzen.

 

Manche Substanzen wie Vitamin C werden tatsächlich chemisch abgebaut, andere verlieren ihre antioxidative Wirkung, auch wenn sie chemisch erhalten bleiben, durch Verlust ihrer Elektronen. Viele Teilchen in einer elektrisch reichhaltigen Flüssigkeit wie Smoothie oder Saft bleiben in Lösung, solange ihr Elektronenreichtum ihnen artesische Kraft verleiht.

Wenn aber dann Elektronen verloren gehen (die ja einfach diffundieren und sich verteilen) sinken die schwereren Elemente nach unten. Ein Smoothie hat einfach mehr Elektronen durch mehr Antioxidanten und Mineralien und deshalb diffundieren die Elektronen nicht so schnell von ihren Trägern in die Flüssigkeit.

Eine Flüssigkeit reich an Elektronen erzeugt also eine Gegenspannung, die einen Schwebezustand der Substanzen in dieser Flüssigkeit ermöglicht. Weniger Elektronen ist gleichbedeutend mit weniger Spannung, was gleichbedeutend ist mit mehr Wirkung der Schwerkraft.

 

Und genau das konnte Victoria in Ihrer Versuchsreihe nachweisen.

Und falls Sie uns nicht glauben. Machen Sie den Test doch einfach selber!

 

Ein weitere wichtiger Punkt: Nur ein sehr kleiner Prozentsatz der wertvollen Inhaltsstoffe im Blattgemüse ist überhaupt anfällig für Oxidation, das gilt vor allem für Vitamin C, aber gar nicht nicht für Mineralien, Spurenelemente und die allermeisten Enzyme!

 

Wir halten also fest: Der Oxidationsvorgang im grünen Smoothie ist irrelevant, weil der Smoothie ausgezeichnet geschützt ist – und zwar durch eine Vielzahl an Antioxidantien, die durch das Pürieren im Hochleistungsmixer überhaupt erst freigesetzt werden können. Das ist im Übrigen auch der Grund, warum wir ausschließlich Hochleistungsmixer empfehlen. Nur Sie sind in der Lage die faserigen Pflanzenzellen so aufzubrechen, dass die darin enthaltenen Vitalstoffe wirklich freigesetzt werden können.

Um Oxidation müsst Ihr Euch also ganz sicher solange keine Gedanken machen, wie Ihr grüne Smoothies und nicht (nur) grüne Säfte trinkt!

 

Soviel dazu.

Liebe Grüße an Alle!

Christian und Carlos

Foto: http://presentationcenter.mcgraw-hill.com/
Carlos

Carlos

Carlos trinkt seit vielen Jahren Grüne Smoothies und ist Blogger der ersten Stunde von GrüneSmoothies.de. Als ausgebildeter Ernährungs- und ganzheitlicher Gesundheitsberater sowie Personal Coach beschäftigt er sich intensiv mit den Zusammenhängen zwischen Ernährung und Gesundheit. Ihn zeichnet seine leidenschaftliche Skepsis und Neugierde aus, denn er will es meistens ganz genau wissen.
Carlos vertritt die Auffassung, dass „Ernährung die vielleicht wichtigste Variable zur Gesunderhaltung ist, auf die jeder Mensch am besten Einfluss nehmen kann.“ Grüne Smoothies sind für ihn ein wesentlicher Bestandteil einer gesunden Ernährung, weil sie den Körper natürlich, einfach und wirkungsvoll mit allem versorgen, was er für einen guten Start in den Tag braucht.

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2 Kommentare

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Vielen Dank für den Artikel!

Ich habe einen (Hochleistungs)-Mixer sowie einen Entsafter (mit langsam drehenden Walzen).

Da mir grüne Säfte besser schmecken als Smoothies, überlege ich wie ich sie haltbarer machen kann um nicht jedesmal nach dem Entsaften alles "hinterzukippen". 🙂

Reicht es wenn ich ordentlich Vitamin-C mit zu gebe (aus Obst)?

Dann könnte ich den Saft in ein Flasche füllen und über den Tag verteilt einteilen.

Oder gibt es eine andere Möglichkeit Säfte haltbarer zu machen?

Antioxidatien kann man ja vermutlich nicht künstlich hinzufügen? 🙂

Lieben Gruß und über eine Antwort würde ich mich freuen,

Tim!

Carlos

Hi Tim!

Du kannst das mit Vitamin C mal versuchen, aber ganz grundsätzlich geht ja mehr als nur Vitamin C verloren. Eigentlich hilft da nur eines: relativ rasch Auftrinken - und bis zum Trinken geschützt lagern, soll heißen: licht- und soweit möglich luftgeschützt.

Liebe Grüße!
Carlos

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