Standmixer im Überblick: Welche Unterschiede gibt es? Worauf kommt es beim Standmixer Kauf an?

Standmixer im Überblick

Grüne Smoothies, Frucht-Smoothies, Nicecream, Hummus, Suppen, Dips oder Pesto - wenn es darum geht, aus einer oder mehreren Zutaten eine cremige Zubereitung herzustellen, ist definitiv ein Standmixer gefragt. Aber welcher? Das Angebot an Standmixern ist in den vergangenen Jahren nicht nur extrem gewachsen, sondern die Modelle unterscheiden sich zum Teil gewaltig voneinander - vor allem im Hinblick auf ihre Leistungsfähigkeit, ihre Zubereitungsmöglichkeiten und ihre Preise. Wir klären Dich daher über die unterschiedlichen Leistungsklassen von Standmixern auf, geben Dir Tipps für Deinen Mixerkauf und testen vier beliebte Standmixer in Bezug auf ihre Kerndisziplin: Das Mixen und Pürieren zu feinen, stückchenfreien Konsistenzen.

Standmixer-Themen im Überblick:

Was ist ein Standmixer?

Mixen, pürieren, blenden, häckseln, mahlen: Ein leistungsstarker Standmixer kann viele Aufgaben in der Küche übernehmen und zum Teil auch andere Geräte, wie z.B. einen Stabmixer ersetzen. Vor allem, wenn es um das Mixen von mehreren Zutaten zu einer homogenen Masse geht, ist ein Standmixer das bevorzugte Küchengerät. Er ist ein elektronisch betriebenes Gerät, das aus einem Motorblock und einem Mixbehälter mit Deckel besteht. Je nach Mixermodell variieren die Mixbehälter-Größen zwischen 600 ml bis zwei Litern Fassungsvermögen. Die zu pürierenden Zutaten werden in den Mixbehälter gefüllt, der mit verschlossenem Deckel auf den dazugehörigen Motorblock aufgesetzt wird. Nun kann der Mixvorgang gestartet werden. Die Mixdauer richtet sich dabei nach dem gewünschten Mixergebnis bzw. der bevorzugten Konsistenz und der Leistungsstärke des Gerätes. Je leistungsstärker ein Standmixer ist, desto feiner, cremiger und schneller gelingt eine Speise. Wie groß die Leistungsunterschiede unter Standmixern sind, erfährst Du im nächsten Absatz.

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Welche Unterschiede gibt es zwischen Standmixern?

Standmixer ist längst nicht gleich Standmixer. Sie unterscheiden sich nicht nur technisch, baulich und optisch, sondern vor allem kannst Du sie durch ihre Zubereitungsmöglichkeiten gut differenzieren. Während es für einen leistungsstarken Standmixer z.B. kein Problem ist, einen Grünen Smoothie aus faserigen Blattgrün, Früchten mit Schale und Wasser fein, cremig und stückchenfrei zu pürieren, scheitern einfachere und leistungsschwächere Geräte genau an dieser Aufgabe. Das Mixergebnis verbleibt stückig und entspricht eher einem grob anpürierten Brei als einem cremigen Grünen Smoothie. Darunter leidet nicht nur der Geschmack und das Aroma, sondern auch die Verdaulichkeit. Neben Grünen Smoothies können aber auch Eiszubereitungen oder Nussmuse einen schwächeren Standmixer an seine Leistungsgrenze bringen. Wird ein Standmixer häufig für Zubereitungen eingesetzt, für die er nicht ausgelegt ist, verfehlt er aber nicht nur das gewünschte Mixergebnis, sondern verschleißt enorm und geht schneller kaputt. Vor diesem Hintergrund haben wir Standmixer in drei Leistungs-Kategorien unterteilt: Hochleistungsmixer, Küchenmixer und To-Go-Mixer.

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Hochleistungsmixer: Die leistungsstärksten Standmixer - die meisten Zubereitungsmöglichkeiten

Hochleistungsmixer sind leistungsstarke Standmixer wie z.B. der Vitamix CreationsHochleistungsmixer sind die absoluten Spezialisten, was das Mixen von Lebensmitteln angeht. Wie der Name schon verrät, sind diese Standmixer auf Hochleistung und Dauerbeanspruchung gefertigt worden. Ihre Zubereitungsmöglichkeiten sind unter Standmixern definitiv am größten. Du kannst damit selbst schwer pürierbare Zutaten wie faserigen Grünkohl, Wildkräuter oder die Obstkerne von Äpfel und Birnen in kürzester Zeit zu einem cremig-feinen Grünen Smoothie pürieren. Im Handumdrehen lässt sich aus tiefgefrorenen Früchten eine gesunde Nicecream herstellen. Beide Zubereitungen - Nicecream und Grüne Smoothies - sind unserer Erfahrung nach nicht zufriedenstellend mit Küchenmixern möglich. Und natürlich kannst Du mit einem Hochleistungsmixer auch aus frischem Gemüse kochend heiße Suppen herstellen oder Du setzt ihn für zähflüssigere Konsistenzen wie Pesto, Nussmus, Hummus, Dips oder vegetarische Aufstriche ein.
Gute Hochleistungsmixer sind die qualitativ hochwertigsten Standmixer. Sie sind so konzipiert, dass sie feine Mixergebnisse selbst bei voller Befüllung garantieren und auch täglichem Gebrauch über Jahre stand halten können. Möglich macht das eine fein ausdifferenzierte Abstimmung aller wichtigen Komponenten eines Standmixers: Behälterform in Kombination mit Messerblock, hochwertigem Motor und einer entsprechend hohen Leistung. Wenn nur eine Komponente im Zusammenspiel nicht passend ist, kann das Mixergebnis deutlich schlechter ausfallen - selbst wenn der Standmixer laut Hersteller 38.000 Umdrehungen pro Minute und mehr verspricht. Hier gilt es aus Käufersicht, die Spreu vom Weizen zu trennen und gute Hochleistungsmixer von schlechten Hochleistungsmixern zu unterscheiden. Allein den Blick auf technische Angaben wie Watt, PS oder Umdrehungen pro Minute zu richten, ist meistens irreführend. Wir haben uns als hochspezialisierter Händler deshalb auf diese Auswahl beschränkt: Alle Hochleistungsmixer, die wir uneingeschränkt empfehlen können, findest Du hier. Dementsprechend hat Qualität seinen Preis: Die günstigsten Modelle, die unserer Meinung nach dem Anspruch eines guten Hochleistungsmixers gerecht werden, kosten knapp 300 Euro wie z.B. der Bianco Primo. Die Preisspannen nach oben sind natürlich offen.

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Küchenmixer: Geringere Anschaffungskosten - zu schwach für Grüne Smoothies

Küchenmixer gehören ebenfalls in die Kategorie der StandmixerKüchenmixer sind Standmixer, die deutlich leistungsschwächer sind als Hochleistungsmixer. Im Prinzip haben sie eine ähnliche Pürier- und Leistungsfähigkeit wie ein Stabmixer, können aber aufgrund des vorhandenen Behälters besser flüssige Zubereitungen wie Cremesuppen, Fruchtsmoothies oder z.B. Eiweiß-Shakes herstellen. Allerdings müssen die meisten Zutaten - wie größere Obststücke - vor dem Mixen deutlich kleiner zurecht geschnitten werden als bei einem Hochleistungsmixer.
Wenn es aber um das Mixen härterer oder vor allem faseriger Zutaten wie bei Grünen Smoothies geht, geraten Küchenmixer schnell an ihre Grenzen. Das Mixergebnis verbleibt stückig, die Zutaten sind nicht fein vermixt, der Grüne Smoothie kann sein volles Geschmackserlebnis nicht entfalten und ist schwerer verdaulicher. Nicht selten wird es Dir mit einem Küchenmixer passieren, dass Du für die Entfernung von Faserresten aus Deinen Zähnen mit Zahnstochern sorgen musst.
Bei zähflüssigen Speisen - wie z.B. Hummus aus Kichererbsen - passiert es schnell, dass sich der Motor des Küchenmixers aufgrund mangelnder Leistungsstärke überhitzt und in den Hitzeschutz geht bzw. durchbrennt - d.h. nicht weiter läuft. Ist ein Küchenmixer täglich solchen Belastungen ausgesetzt ist, gibt er schnell seinen Geist auf, denn sein Verschleiß ist enorm. Woher wir das wissen? Einige aus dem Team von GrüneSmoothies.de haben sich zuerst einen Küchenmixer für die Zubereitung von Grünen Smoothies gekauft, weil ein solider Hochleistungsmixer damals zu teuer erschien. Ergebnis: Wer billig kauft, kauft in der Regel zwei Mal. Daher empfehlen wir Dir ganz klar: Wenn Du Grüne Smoothies mit einem Standmixer zubereiten willst und viele verschiedene Mixerzubereitungen wie Nussmus, Mandelmilch, Nicecream oder auch Hummus kennenlernen und ausprobieren möchtest, kommst Du an einem guten Hochleistungsmixer nicht vorbei. Mit diesem Tipp kannst Du Dir auf jeden Fall eine Fehlinvestition ersparen.

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To-Go-Mixer: Die kleinsten Standmixer, praktisch für Fruchtsmoothies oder Shakes

Küchenmixer gehören ebenfalls in die Kategorie der StandmixerTo-Go-Mixer sind deutlich kleinere Standmixer. Die Mixbehälter liegen bei einem Fassungsvermögen deutlich unter einem Liter. Im Unterschied zu den meisten anderen Standmixern ist der Messerblock bei einem To-Go-Mixer nicht am Behälter fixiert, sondern wird zum Befüllen abgeschraubt. Die zubereitete Speise - ob nun Smoothie oder Pesto - kann direkt im Mixbecher aufbewahrt werden, für den es entsprechende Deckel gibt. Daher auch der Name To-Go-Mixer. Die meisten Hersteller solcher Mixer bieten ihre Modelle im Set mit unterschiedlichen Behältergrößen an - z.T. ab einem Fassungsvermögen von 250 ml. Was für die Aufbewahrung praktisch ist, bedeutet allerdings für die Zubereitung, dass die Zutaten - Früchte vor allem - vor dem Mixen entsprechend der kleineren Behältergrößen ziemlich klein geschnitten werden müssen. Will man außerdem größere Mengen herstellen, muss man mehrere Befüllungen mixen, um z.B. auf über einen Liter Frucht-Smoothie oder Mandelmilch zu kommen. Das ist deutlich zeitaufwändiger als mit einem Küchen- oder Hochleistungsmixer.
Wir haben daher die Erfahrung gemacht, dass sich To-Go-Mixer gut für kleine Mengen von Fruchtsmoothies oder Shakes einsetzen lassen und bei einfach zu pürierenden Zutaten zufriedenstellende Mixergebnisse abliefern. Vor allem auch, weil die Leistung (Watt) die Mixmenge gut bewerkstelligen kann. Für das Zubereiten von Grünen Smoothies oder größeren Mixmengen sind die To-Go-Mixer nicht ausgelegt. Wie bei Küchenmixern verbleiben Grüne Smoothies stückig und sind dadurch weniger aromatisch - selbst bei Mixzeiten, die deutlich über einer Minute liegen. Außerdem geraten To-Go-Mixer bei faserigen Blattgrün und härteren Zutaten ähnlich wie ein Küchenmixer schnell an seine Leistungsgrenze. In der Folge leiden sie unter starkem Verschleiß bis hin zum Einbüßen ihrer Funktion.

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Worauf muss ich beim Standmixer Kauf achten?

Vom Küchenmixer über To-Go-Mixer bis hin zum Hochleistungsmixer - Standmixer unterscheiden sich massiv bzgl. ihres Preises, ihrer Leistungsklasse und damit verbunden in ihren Zubereitungsmöglichkeiten. Je genauer Du weißt, was Du mit einem Standmixer herstellen willst, desto leichter wird Dir die Auswahl des richtigen Gerätes für Deine Bedürfnisse fallen. Um Dir dabei helfen zu können, haben wir eine Check- und Fragenliste erstellt, mit der Du die Auswahl Deines Standmixer bereits eingrenzen kannst.

Check- und Fragenliste vor dem Kaufen:

  • Was willst Du mit einem Standmixer zubereiten? Wenn es vor allem Grüne Smoothies sind, dann empfehlen wir Dir den Kauf eines Hochleistungsmixers. Diese Empfehlung ist deshalb so deutlich, weil einige im Team von GrüneSmoothies.de zweimal gekauft haben: Zum Einstieg einen günstigeren Küchenmixer oder To-Go-Mixer und dann nach kurzer Zeit einen Hochleistungsmixer. Aus diesem Bedürfnis, wirklich cremige Grüne Smoothies täglich zu trinken, ist letztendlich auch unser Handelsgeschäft mit Hochleistungsmixern entstanden und der Anspruch, nur die Standmixer zu verkaufen, die wir uneingeschränkt weiterempfehlen können.
  • Kleiner Mixbehälter oder großer Mixbehälter? Wie groß sind Deine Zubereitungsmengen? Willst Du täglich 2 Liter Grünen Smoothie für die gesamte Familie zubereiten, dann ist ein Mixer mit einem 2-Liter-Behälter sinnvoll. Willst Du kleinere Mengen - zwischen 250 und 500 ml wie z.B. bei Pesto - herstellen, dann achte auf einen Mixbehälter, dessen Form kleinere Zubereitungsmengen ermöglicht. Oder entscheide Dich für einen Mixer, zu dem es Zusatzbehälter für kleinere Zubereitungsmengen gibt.
  • Wieviel Platz hast Du in Deiner Küche? Ist es Dir wichtig, dass der Mixer unter einen Hängeschrank oder eine Dachschräge passt? Dann achte auf einen kompakten Standmixer mit geringerer Gesamthöhe.
  • Wie groß ist Dein Budget? Wenn Du Dich für einen teureren Standmixer mit langer Lebensdauer und höherer Garantie entschieden hast, die einmaligen Anschaffungskosten aber zu hoch sind, erkundige Dich beim Händler nach einer zinsfreien Ratenzahlung. Wir bieten das z.B. für alle Hochleistungsmixer bei uns im Shop an.
  • Kannst Du den Standmixer beim Händler oder zu Hause testen? Wichtig, weil viele Hersteller von Küchenmixern behaupten, dass ihre Geräte ein riesiges Zubereitungsspektrum ermöglichen - natürlich auch Grüne Smoothies. Nichts ist da besser, als das eigene Experiment. Wir geben Dir z.B. die Möglichkeit, unser gesamtes Sortiment an Standmixern in unserem Ladengeschäft in Berlin zu testen. Oder Du kaufst einen Mixer bei uns online und erhältst ein 45-Tage-Rückgaberecht. So kannst Du ihn ausgiebig zu Hause testen und natürlich auch mit Deinem vorhandenen Mixer vergleichen.

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4 Standmixer im Standmixer-Test für Grüne Smoothies

Vier Standmixer im Test

Wir werden immer wieder gefragt, welcher Standmixer der beste ist. Diese Frage lässt sich unserer Meinung nach nur im Kontext der gewünschten Zubereitungsmöglichkeiten klären. Wie groß aber die Leistungsunterschiede zwischen Standmixern sein können, kann mit einem einfachen Grüne-Smoothies-Test nachgewiesen werden. Denn die Zubereitung eines Grünen Smoothies aus faserreichen Blattgrün, frischem Obst mit Schale und Kernen und etwas Wasser ist für einen Standmixer eine Art Härtetest. Kann er hier mit einem einwandfrei cremigen Mix-Ergebnis überzeugen, eignet er sich erst Recht auch für beliebte Mixer-Zubereitungen wie Nicecream, Hummus, Pesto oder Pflanzen-/Nussmilch.
Für uns ist dieser Test aber auch deshalb so wichtig, weil sich laut Herstellerangaben fast jeder Standmixer für die Zubereitung der grünen Powerdrinks eignen soll. Viele Modelle werden sogar explizit für Grüne Smoothies beworben. In der Praxis hat sich uns leider ein ganz anderes Bild gezeigt: Die meisten Standmixer scheitern genau an dieser Aufgabe, einen Grünen Smoothie mit cremig-feiner Konsistenz herzustellen, bei der sich alle Zutaten partikelfrei miteinander verbunden haben. Genau das ist aber geschmacksentscheidend für einen Grünen Smoothie.

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Hochleistungsmixer, Küchenmixer und To-Go-Mixer im Standmixer-Test

Für unseren Test haben wir vier beliebte Standmixer-Modelle ausgewählt, davon zwei Hochleistungsmixer, einen Küchenmixer und den beliebtesten To-Go-Mixer:

  • Hochleistungsmixer: Vitamix Creations, 1.200 Watt, ca. 439 €
  • Hochleistungsmixer: Bianco Primo mit Square-Behälter, 1.200 Watt, ca. 299 €
  • Küchenmixer: WMF Kult pro Power Standmixer, 1.400 Watt, ca. 99 €
  • To-Go-Mixer: NutriBullet, 600 Watt, ca. 79 €
Standmixer im Überblick

Als Test-Rezept haben wir uns für einen Grünen Smoothie mit echter Pürier-Herausforderung entschieden, denn es ist faserreicher Schwarzkohl, Staudensellerie und Petersilie sowie ein Stück Limette mit Schale enthalten. Geschmacklich soll dieser Grüne Smoothie eine exotische Mischung aus Banane und Mango mit feiner Limette-Note sein. Die genaue Rezeptur lautet: 40 g Schwarzkohl ohne Strunk, 10 g Petersilie, 60 g Staudensellerie, 100 g Apfel mit Schale, 100 g Tiefkühl-Mango, 70 g Banane ohne Schale, 15 g Limette mit Schale und 150 ml Wasser gemixt.
Die Zutaten wurden für jeden Standmixer im Test genau abgewogen, um das Mixergebnis vergleichbar machen zu können. Wir haben die Zutaten vor dem Einfüllen in die jeweligen Mixbehälter grob zurecht geschnitten. Beim NutriBullet haben wir uns an die genaue Befüllungs-Anleitung gehalten und den Mixbecher erst mit dem Blattgrün und anschließend mit den Früchten sowie Wasser aufgefüllt. Alle vier Standmixer haben wir 1 Minute lang mixen lassen. Anschließend haben wir je 2 Esslöffel Smoothie in ein Glas gegeben und über einem Scheinwerfer fotografiert. So ließ sich am ehesten eine Art "mikroskopisches Foto" von der Konsistenz abbilden.

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Mixergebnis Vitamix Creations, 1.200 Watt, ca. 439 €

Vitamix Creations im Grüne-Smoothies-Test

Der Vitamix Creations ist ein Sondermodell des Vitamix TNC 5200, einer der bewährtesten Hochleistungsmixer aus dem Hause Vitamix. Dementsprechend war unser Test-Rezept für den Vitamix Creations auch keine große Herausforderung: Bereits nach 45 Sekunden Mixzeit lässt sich von außen eine einheitliche Smoothie-Konsistenz erkennen. Eigentlich müssten wir schon jetzt nicht mehr weitermixen, um einen cremigen, stückchenfreien Grünen Smoothie zuzubereiten. Nach 60 Sekunden fällt das Mixergebnis erst recht völlig partikelfrei aus: Vgl. hierzu das Collagenbild in der Mitte und das Löffelbild (rechts außen), das fast eine schaumig-feine Smoothie-Textur erkennen lässt. Die Zutaten haben sich zu einem Grünen Smoothie mit einem exotischen Aroma aus Mango, Limette und Banane verbunden. Von Grünkohl- und Petersilien-Fasern keine Spur, ebenso wenig von der Limettenschale.

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Mixergebnis Bianco Primo mit Square-Behälter, 1.200 Watt, ca. 299 €

Bianco Primo im Grüne-Smoothies-Test

Der Bianco Primo gehört mit einem Preis von knapp unter 300 Euro zu den besten Einsteiger-Mixern für Grüne Smoothies. Und das zeigt sich bei unserem Grüne-Smoothies-Test eindrucksvoll: Dem Bianco Primo gelingt in einer Minute Mixzeit ein cremiger Grüner Smoothie mit exotischem Aroma. Im Mixergebnis sind keinerlei Fasern der Blattgrünsorten Schwarzkohl und Petersilie zu erkennen. Ebenso konnte die Limettenschale ganz fein püriert werden, so daß sie ihr exotisches Aroma an die partikelfreie Mischung abgeben konnte. Auf dem Löffel-Foto erkennt man die cremige Smoothie-Textur sehr gut, während das Schweinwerfer-Foto ein partikelfreies Zeugnis ausstellt.

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Mixergebnis WMF Kult pro Power, 1.400 Watt, ca. 99 €

WMF Kult pro Power im Grüne-Smoothies-Test

Auf das Mix-Ergebnis vom WMF Kult pro Power sind wir ganz besonders gespannt gewesen. Er verfügt über einen Glasbehälter, laut Hersteller über 1.400 Watt - mehr als Vitamix Creations und Bianco Primo mit je 1.200 Watt bei einem Preis von ca. 99 Euro. Das wäre ein echtes Mixer-Schnäppchen, wenn da nicht der Grüne Smoothie aus faserigem Schwarzkohl, Staudensellerie und Limetten-Schale wäre. Nach einer Minute Mixzeit gleicht der Smoothie aus dem WMF Kult pro Power eher einem Brei als einem cremigen Grünen Smoothie. Auf dem Scheinwerfer-Foto sind deutlich Restfasern von Petersilie und Schwarzkohl zu erkennen. Außerdem ist es dem WMF-Mixer nicht gelungen, die Limettenschale fein zu pürieren. Es sind immer noch ca. 1mm-Durchmesser große Stückchen der Schale enthalten wie man unschwer auf auf dem Löffel-Bild in der Collage rechts außen erkennen kann. Aufgrund der stückig-breiigen Konsistenz kann der Smoothie kein verbundenes Aroma aus den Zutaten entfalten. Man schmeckt die einzelnen Komponenten nebeneinander.

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Mixergebnis NutriBullet, 600 Watt, ca. 79 €

NutriBullet im Grüne-Smoothies-Test

Der NutriBullet ist sicher einer der beliebtesten To-Go-Mixer auf dem Markt und wird auch explizit für die Zubereitung Grüner Smoothies beworben. In unserem Grüne-Smoothies-Test ist er beim Zerkleinern von faserreichen Blattgrün wie Schwarzkohl und Petersilie schnell an seine Leistungsgrenze gestoßen. Nach 1 Minute Mixzeit ist der Smoothie breiig, kleine Stückchen von der Limettenschale - siehe Löffel-Foto - sind noch vorhanden. Zudem haben sich Petersilien-Fasern beim Mixen um das Messer gelegt und waren noch vollständig erhalten. Du kannst diese unpürierten Petersilien-Reste gut auf dem mittigen Foto der Collage erkennen. Die breiige Smoothie-Konsistenz schmeckt fast ein bißchen wässrig, weil sich die Zutaten nicht miteinander verbunden haben. So kann sich kein exotisches Smoothie-Aroma entsprechend der Rezeptur entfalten. Ein fein pürierter Grüner Smoothie schmeckt definitiv besser.

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Fazit zum Test: Nur die Hochleistungsmixer bestehen den Grüne-Smoothies-Test

Standmixer im Grüne-Smoothies-Test: Mixergebnis von 4 Standmixern

Vielleicht nicht anders, als zu erwarten: Die beiden Hochleistungsmixer - Vitamix Creations und Bianco Primo - sind unsere Testsieger. Beide Standmixer überzeugen im Grüne-Smoothies-Test mit einer stückchenfreien Konsistenz. Blattgrün, Früchte und Wasser sind nicht nur cremig-fein miteinander verbunden, sondern die “Verschmelzung” der Zutaten ergibt ein eigenständiges Smoothie-Aroma - nämlich eine exotische Mischung aus Mango und Banane mit einer feinen Limetten-Note. Obwohl wir die Zutaten für jeden Standmixer genau abgewogen haben, kommen die fruchtigen Noten des Smoothies aus dem Vitamix Creations noch mehr zur Geltung, als beim Bianco Primo.
Die beiden anderen Standmixer - WMF Kult pro Power und NutriBullet - können in puncto Grüne-Smoothie-Konsistenz überhaupt nicht mithalten. Die jeweiligen Mix-Ergebnisse verbleiben stückig, breiig und können nicht im Ansatz das exotische Aroma des Test-Rezeptes entfalten. Die Zutatenkomponenten sind nicht miteinander verbunden - fast schmecken die Grünen Smoothies aus dem WMF Kult pro Power und dem NutriBullet wässrig. Beide Standmixer sind unserer Meinung nach nicht für die Zubereitung von Grünen Smoothies geeignet, da sie an faserigem Blattgrün wie Schwarzkohl und Petersilie scheitern. Gleiches dürfte für Wildkräuter- oder Grünkohl-Smoothies gelten, die für einen Standmixer eine ähnliche Pürier-Herausforderung darstellen. Abschließend bleibt herauszuheben, dass sich in unserem Grüne-Smoothies-Test eindrucksvoll zeigt, dass die tatsächliche Leistung eines Standmixers nicht unbedingt von der Leistungsangabe des Herstellers abhängt, sondern offensichtlich vielmehr von der verbauten Technik und der Qualität des Standmixers. So verfügt der WMF Kult pro Power laut Hersteller über 1.400 Watt und konnte dennoch kein besseres Mixergebnis als die 200-Watt schwächeren Hochleistungsmixer und Test-Sieger Vitamix Creations und Bianco Primo erzielen. Von daher unser Rat: Lass Dich beim Kauf eines Standmixers nicht von Leistungsangaben wie Watt oder auch Umdrehungen pro Minute (U./min.) beeindrucken. Denn mehr heißt nicht immer gleich besser.

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