Weizengrassaft: Alle Infos zum gesunden Grassaft

Wir lieben vor allem eine Art von Säften: Grüne Säfte! Dazu gehört natürlich auch frischer Weizen­grassaft, den wir gerne pur als Shot oder unter anderen Zutaten gemischt trinken. Denn Weizen­grassaft hat es uns aufgrund seines hohen Chlorophyll­gehaltes, seiner basischen Wirkung (mehr zur Bedeutung einer basischen Ernährung hier) und seiner unglaub­lichen Nährstoff­dichte angetan. Aus unserer Sicht alles gute Gründe, um frischen Weizen­grassaft regel­mäßig zu trinken. Vielleicht hast Du auch Lust auf Weizen­grassaft bekommen, dann lies weiter. Hier erfährst Du alles Wichtige über den gesunden Grassaft, wie Du ihn am besten zu­bereitest, welchen Slow Juicer wir für die frische Zu­bereitung empfehlen können, wo Du frisches Weizen­gras kaufen kannst oder wie Du den Grassaft am Anfang dosieren solltest.

Weizengrassaft: Themen im Überblick

Woraus besteht Weizen­grassaft?

Frischer Weizengrassaft besteht aus frischem Weizen­gras - sozusagen dem frühen Wachstum vom späteren Weizen - einer der populärsten Getreide­sorten. Für die Her­stellung von Weizen­grassaft wird das Süßgras mit einem Slow Juicer bei langsamen Um­drehungen nährstoff­schonend aus­gepresst. Dabei wird der reine Saft des Weizen­grases von der Faser - den Ballast­stoffen - getrennt. Diese landen im so­genannten Trester. Getrunken wird der pure Saft des Weizen­grases.

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Beinhaltet frischer Weizen­grassaft bzw. frisches Weizen­gras Gluten?

Im Gegensatz zum Endprodukt - dem Weizen - enthält Weizen­gras kein Gluten, ist also gluten­frei. Somit landet das Kleber­eiweiß auch nicht im Weizen­grassaft. Menschen mit Gluten­sensitivität oder der Auto­immun­erkrankung Zöliakie können daher frischen Weizen­grassaft trinken.

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Ist Weizengrassaft gesund?

Für Weizengras-Expertin und Heilpraktikerin Ann Wigmore (1909-1993) galt Weizen­grassaft aufgrund seiner extremen Nährstoff­fülle als ein be­sonderes Nahrungs- und Heil­mittel. Sie setzte Weizen­grassaft erfolg­reich vor allem zur Stärkung des Immun­systems und zur Ent­giftung des Orga­nismus bei sich und ihren Patienten ein. Ihre eigene über­wundene Krebs­erkrankung in den 1950er Jahren führte sie u.a. auf eine vor­wiegend roh­köstliche Er­nährung und den täglichen Genuss von frischem Weizen­grassaft zurück. Auf diese Weise wurde frischer Weizen­grassaft nicht nur bei Ann Wigmore und ihren Patienten populär, sondern ist es bis heute geblieben.

Viele Menschen wissen die wohltuenden Effekte von frischem Weizen­gras zu schätzen und führen die positiven Eigen­schaften u.a. auf die folgenden Inhalts­stoffe zurück:

  • Chlorophyll
    Frisches Weizengras enthält so viel Chlorophyll wie kaum eine andere Pflanze. Und genau der grüne Pflanzen­farbstoff gilt als ent­giftend und blut­reinigend, weshalb der tägliche Genuss von Weizen­grassaft auch gerne als “Frisch­zellenkur” bezeichnet wird.
  • Vitamine und Antioxidantien
    Frisches Weizengras enthält sehr viele Vitamine - vor allem Vitamin B, C und E. Letztere sind starke Anti­oxidantien bzw. Fänger freier Radikale. Sie können un­erwünschte Reaktionen so­genannter Sauer­stoff­radikale ver­hindern, die u.a. die Zell­alterung be­schleunigen.
  • Mineralien
    Frisches Weizengras enthält sehr viel Eisen, Kalzium und Magnesium.
  • Aminosäuren
    Frisches Weizengras enthält alle essentiellen Amino­säuren. Das sind die Amino­säuren, die der Körper nicht selber her­stellen kann und daher regel­mäßig mit der Nahrung aufnehmen sollte. Wir benötigen sie u.a., um Zellen zu erneuern, Hormone zu bilden, Muskeln aufzubauen.
  • Enzyme
    Weizengras soll besonders reich an Enzymen sein. Diese wirken vor allem ent­zündungs­hemmend und sollen regene­rierende Effekte auf Zell­schädigungen haben.
  • Eiweiß
    Frisches Weizengras ist eine aus­gezeichnete Quelle für pflanz­liches Eiweiß. Das macht Weizen­gras für Vegetarier und vor allem auch Veganer interessant.

Da sich frisches, rohes Weizen­gras nicht wie Salat oder Kräuter essen lässt und für den mensch­lichen Verdauungs­trakt aufgrund seiner Faser­stoffe eine extreme Heraus­forderung bedeutet, ist frischer Weizen­grassaft eine geniale Dar­reichungs­form, um in den Genuss der Nährstoff­fülle von Weizen­gras zu kommen.

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Wie schmeckt frischer Weizen­grassaft?

Frischer, purer Weizengrassaft hat ein grasiges, kräuteriges Aroma und schmeckt süßlich. Das über­rascht nicht, da es sich bei Weizen­gras um ein Süßgras handelt. Die Süße macht den Weizen­grassaft auf jeden Fall sehr gut trinkbar. Wenn Dir der Geschmack dennoch zu intensiv ist, kannst Du neben dem Weizen­gras einfach auch etwas Apfel und/oder Zitrone dazugeben.

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Wie viel Weizengrassaft sollte ich trinken?

Wir können Dir keine bestimmte Verzehr­menge an Weizen­grassaft empfehlen - das muss jeder für sich selbst heraus­finden.
Allerdings raten wir Dir aus eigener Erfahrung mit kleinen Mengen wie 20 bis 30 ml Weizen­grassaft täglich zu beginnen. Am besten in kleinen Schlucken heran­tasten. Wenn Du diese Menge gut verträgst, kein flaues Gefühl im Magen bekommst und Dich gut fühlst, kannst Du die Menge natürlich steigern. Es gibt Menschen, die bis zu 100 ml puren, frisch ent­safteten Weizen­grassaft auf einmal täglich trinken. Andere genießen 2x täglich eine kleinere Weizen­grassaft­menge - z.B. morgens und abends Weizen­gras-Shot von jeweils 2-3 cl. Taste Dich einfach langsam heran!

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Weizengrassaft kaufen oder selber machen?

Auch wenn Weizengrassaft kaufen einfacher ist, unsere Empfehlung lautet: Besser Weizen­grassaft selber machen und zwar aus frischem Weizen­gras mit einem Slow Juicer. So kannst Du sicher sein, dass Du in den maximalen Genuss der gesunden Nähr­stoffe des Weizen­grases kommst.
Falls Du keinen Slow Juicer zu Hause hast und dennoch Weizen­grassaft aus­probieren möchtest, achte beim Kauf von fertigen Weizen­grassaft-Produkten auf Rohkost­qualität. Denn Weizen­grassaft, der schon hoch­erhitzt wurde, hat einen großen Teil seiner Nähr­stoffe wie hitze­empfind­liche Enzyme oder die Vitamine B und C eingebüßt. Eine weitere Möglich­keit, in den Genuss von frischem Weizen­grassaft zu kommen, sind Juice-Bars, die den gesunden Grassaft anbieten. Dort kannst Du Dir sicher sein, dass der Saft frisch gepresst ist.

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Wie bereite ich frischen Weizen­grassaft zu?

Wenn Du frischen Weizengrassaft selber zubereiten möchtest, benötigst Du definitiv einen Slow Juicer oder einen manuell betriebenen Entsafter bzw. eine Saft­presse. Letzteres sind die Geräte, die Du am Tisch oder der Arbeits­platte fest­schrauben musst.

Mit beiden Entsaftern gelingt es, Weizen­gras aus­zupressen, indem es in langsamen Um­drehungen gegen ein Sieb gedrückt wird. Dazu gibst Du immer kleine Bündel an Weizen­gras in den Einfüll­schacht Deines Entsafters. Je nach Modell, zieht sich der Slow Juicer das Weizengras fast von selbst zum Presswerk hin. Nun werden die flüssigen und festen Bestand­teile durch das Sieb getrennt und landen in zwei unter­schied­lichen Behältern.
Als Richtwert: 50 g Weizengras ergeben je nach Entsafter-Modell ca. 35-45 ml Weizen­grassaft.

Mit einem Zentrifugal­entsafter ist das Entsaften von Weizen­gras unmöglich. Wir haben selber die Saft­zentrifuge Philips HR1921/20 getestet: Während der ersten Testreihe mit 100 g Weizen­gras blockierte der Entsafter, indem sich der Deckel mit enormer Wucht löste und das Weizen­gras in der Küche verteilte. Von weiteren Test­reihen haben wir deshalb abgesehen.

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Wo kann ich frisches Weizengras kaufen zum Entsaften?

An frisches Weizengras ist gar nicht so leicht zu kommen - leider! Vereinzelt gab und gibt es in Berlin immer wieder Weizen­gras in Töpfen in Bio-Läden zu kaufen - aller­dings nicht durch­gehend. Von daher empfehlen wir Dir Bio-Weizengras online zu kaufen. Für unseren Weizen­gras-Entsafter-Test haben wir frisches Weizen­gras bei weizen­gras­versand.de gekauft und waren von der Frische und Qualität begeistert.

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Wie viel Weizengras benötige ich zur Her­stellung von 50 ml Weizengrassaft?

Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten, da sich Slow Juicer nicht nur optisch, sondern auch in ihrer Saft­ausbeute unter­scheiden - vgl. hierzu unseren Weizengras-Entsafter-Test, bei dem der beste Weizen­gras-Entsafter - der Angel Juicer - aus 100 g Weizen­gras 91 ml Weizen­grassaft presste, die Sana Juicer by Omega EUJ-606 und EUJ-707 mehr als 10 ml weniger - nämlich 79 ml. Dement­sprechend würde ein Angel Juicer für 50 ml Weizen­grassaft ca. 55 g Weizen­gras benötigen; der Sana 606 bzw. 707 ungefähr 63 g Weizen­gras.

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Weizengras-Entsafter-Test: Welcher Entsafter ist am besten für die Zubereitung von frischem Weizen­grassaft geeignet?

Wie schon bei unserem Selleriesaft-Entsafter-Test geht es auch in unserem Weizen­gras-Entsafter-Test heraus­zufinden, welcher Slow Juicer die höchste Saft­ausbeute hat bzw. welcher Slow Juicer am meisten Saft aus dem Weizen­gras heraus­holt. Denn auch hier gilt: Je ergiebiger ein Slow Juicer in puncto Saft­ausbeute ist, desto sparsamer ist er im Waren­einsatz. Lang­fristig kann sich damit ein teurer Slow Juicer rechnen, weil er sich mit jedem Tag, wo entsaftet wird, ein Stück weit re­finanziert.

Testgrundlagen: 3 Testreihen pro Slow Juicer mit je 100 g Weizen­gras

Bei jedem von uns getesteten Slow Juicer führen wir 3 Test­reihen durch, bei denen wir jeweils 100 g Weizen­gras entsaften und die jeweils aufgefangene Saftausbeute ermitteln. Als Vergleichs­wert für die Bewertung der Slow Juicer bzgl. der Saft­ausbeute bilden wir aus den 3 Test­reihen einen Durchschnittswert. Dieser stellt damit die durch­schnitt­liche Weizen­grassaft-Ausbeute von 100 g Weizengras je Slow Juicer dar.
Auf der Basis von der durch­schnitt­lichen Saft­ausbeute berechnen wir an­schließend die Kosten für 100 ml frisch ge­pressten Weizen­grassaft aus Bio-Weizen­gras. Als Kalkulations­größe für den Waren­einsatz legen wir einen Preis von 4 Euro für 100 g Weizen­gras zugrunde - ent­sprechend unserer Bezugs­quelle bei weizen­gras­versand.de. Je nach Saison und Verfügbar­keit kann der Preis für Weizen­gras natürlich variieren.

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Getestet wurden bisher folgende Slow Juicer:

Tabellarische Auswertung: Saftausbeute aus 100 g Weizengras

Saftausbeute aus 100 g Weizengras Sana Juicer by Omega EUJ-606 und EUJ-707 Sana Juicer EUJ-828 Angel Juicer
Testreihe 1 82 ml 82 ml 84 ml
Testreihe 2 78 ml 90 ml 91 ml
Testreihe 3 76 ml 86 ml 98 ml
Durchschnittliche Saftausbeute 79 ml 83 ml 91 ml

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Tabellarische Auswertung: Warenkosten für 100 ml Weizengrassaft

Warenkosten für 100 ml Weizengrassaft Sana Juicer by Omega EUJ-606 und EUJ-707Sana Juicer EUJ-828Angel Juicer
aus Bio-Weizengras für 4€/100 g 5,06 € 4,82 € 4,40 €

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Testsieger: Angel Juicer mit höchster Saftausbeute

Wenn man einmal gesehen hat, wie der Angel Juicer nahezu von selbst Weizen­gras entsaftet, kann man guten Rechtes behaupten, dass er für die Zu­bereitung von frischem Weizen­grassaft wie gemacht ist. Er bestätigt diese These nicht nur im Handling, sondern auch mit der höchsten Saft­ausbeute. Aus 100 g Weizen­gras holt er wirklich jeden Tropfen heraus und liegt mit 91 ml Weizen­grassaft ganz vorne. Die Sana-Entsafter landen nah bei­einander hinter dem Angel Juicer und schneiden mit 83 ml (Sana 828) bzw. 79 ml (Sana 606 bzw. 707) ebenfalls ziemlich gut ab. Wir konnten damit fest­stellen, dass die von uns getesteten Slow Juicer bei der Her­stellung von Weizen­grassaft nicht so extrem streuen wie bei der Her­stellung von Sellerie­saft. Dement­sprechend sind die Waren­einsatz­kosten bei den Sana-Entsafter nicht so extrem viel höher als beim Angel Juicer.

Preis-Leistungs-Sieger: Sana Juicer EUJ-828 auf Platz 2

Der Sana Juicer EUJ-828 liegt mit durch­schnittlich 83 ml Weizen­grassaft aus 100 g Weizen­gras auf Platz 2. Aufgrund seiner deutlich geringeren Anschaffungs­kosten im Vergleich zum Angel Juicer küren wir ihn wie schon im Sellerie­saft-Entsafter-Test zu unserem Preis-Leistungs-Sieger. Wie mögen diesen Slow Juicer, weil er als Vertikal­entsafter nicht nur kompakt ist, sondern auch er­giebiger als die meisten Horizontal­entsafter.

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Kann ich Weizengrassaft auch aus Weizen­gras­pulver herstellen?

Das kannst Du natürlich ausprobieren. Geschmack­lich ist das aller­dings nicht vergleich­bar mit dem Aroma von frischem Weizen­grassaft. In Wasser auf­gelöstes Weizen­gras­pulver schmeckt tat­sächlich wie ge­trocknetes Gras - sehr krautig. Darüber hinaus dürfte davon aus­zugehen sein, dass der Weizen­gras­pulver-Saft nicht mit der geballten Vital­stoff­kraft eines frisch zu­bereiteten Weizen­gras­saftes aus dem Slow Juicer mithalten kann.

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