Himbeeren

Eingestellt von am 25.06.2014
Sweet raspberry isolated on white background cutout

DIE HIMBEERE
RASPBERRY/ FRAMBOISE/ LA FRAMBUESA/ LAMPONE

Kleine Frucht mit großer Wirkung.

Herrlich aromatisch und von intensivem Rot wachsen die Himbeeren (Rubus idaeus) jetzt zu voller Reife heran. Die Saison geht von Juni bis Oktober. Dank des sonnigen Aprils können wir sie in diesem Jahr schon früher genießen.

Art und Herkunft

Die Himbeere ist auch unter den Namen Mollbeere, Harnbeere, Honigbeere, Katzenbeere oder Himpelbeere bekannt, und gehört (ebenso wie Apfel, Birne, Brombeere, Kirsche, Zwetschge, Pflaume und Mandel) zu der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Neben der Erdbeere und der Roten und Schwarzen Johannisbeere zählt sie zu den beliebtesten heimischen Sommergartenfrüchten.

Die bis zu zwei Meter hohen Sträucher der Himbeere sind, wie es sich für ein typisches Rosengewächs gehört, mit reichlich stacheligen Dornen versehen. Ihre kleinen weiß-rosa farbigen Blüten zeigen sich sortenabhängig von April bis Juni oder von Juli bis September.

Diese beiden Sorten werden nach ihrer Reifezeit in Sommer- und Herbsthimbeeren unterteilt. Die Sommerhimbeere reift im Frühsommer und trägt ihre Früchte bis Ende August. Die Herbsthimbeere lässt ihre Früchte sogar bis in die ersten Frosttage hineinreifen. Bei viel Sonnenschein können sie noch im November geerntet werden.

Botanisch gesehen handelt es sich bei der Himbeere (wie bei der Erdbeere auch) um eine Sammelnussfrucht. Sie hat nicht nur einen Kern, sondern besteht aus vielen kleinen, aneinanderliegenden Früchtchen, die jeweils einen eigenen Kern haben.

INTERESSANT: Außer der allgemein bekannten roten gibt es auch eine gelbe Himbeere, die zufällig aus einer Züchtung im 16. Jahrhundert hervorgegangen ist.

Inhaltsstoffe und Wirkung

Wer im Sommer seine eigenen Himbeeren ernten darf, kann sich den Weg zur Apotheke oft sparen. Ihre Heilsamen Wirkungen wurden erstmals von dem römischen Schriftsteller Plinius (23 n. Ch.) erwähnt.

Beere und Blätter sind gleichermaßen gesund.

Die Himbeere ist reich an Vitamin C, Vitamin A, Biotin und Gerbstoffen sowie an Mineralstoffen wie Kalium, Phosphor, Calcium, Magnesium und Eisen. Sie enthält wertvolle Ballaststoffe und Fruchtsäuren. Himbeeren wirken

  • antibiotisch und entzündungshemmend
  • appetitanregend
  • entwässernd und entgiftend
  • beruhigend und blutdrucksenkend
  • blutbildend und blutreinigend
  • adstringierend (Gewebe zusammenziehend und entkrampfend)
  • fiebersenkend
  • harn- und schweißtreibend

Sie stimulieren die Abwehrmechanismen des Körpers, stärken das Immunsystem, regen den Stoffwechsel an, helfen bei Blasen- und Nierenleiden, Sodbrennen und Verdauungsstörungen und lindern allergische Reaktionen. Die Säure der Himbeeren besteht vorwiegend aus Harnstoff beeinflussender Zitronensäure. Sie wirkt harntreibend und harnreinigend.

Ein Tee aus Himbeerblättern wirkt regulierend auf den weiblichen Zyklus. Er entkrampft die Gebärmutter, kann  Menstruationsbeschwerden lindern sowie Wehen erleichtern. Als Gurgellösung hilft er bei Mundraum- und Zahnfleischentzündungen.

Himbeersaft gilt als natürliches Heilmittel gegen Rheumabeschwerden und wirkt stärkend und erfrischend bei Fieber.

Die kleine Detox-Kur

In kalten Regionen ist die Frühjahrs-Himbeer-Kur ein traditionelles und bewährtes Heilmittel. Hierfür werden Tees, Tinkturen und Bäder aus den Blättern hergestellt und regelmäßig eingenommen, aufgetragen und angewandt. Die Kur macht fit für die wärmere Jahreszeit, kurbelt den Stoffwechsel und die Verdauung an, entgiftet und entschlackt. Für den Tee auf zwei Teelöffel Himbeerblätter 250 ml Wasser geben.

Geschmack

Vollreif geerntete, frische Himbeeren weisen nicht nur den höchsten Vitamingehalt auf, sie schmecken auch unvergleichlich gut. Mit ihrer Farbe, ihrer Süße und der leicht säuerlichen Note, passen sie hervorragend zu allem, was die heimische Sommerküche zu bieten hat.

Wann sind Himbeeren reif?

Die kleinen weißen Zapfen, Fruchtboden genannt, sollten im reifen Zustand an der Pflanze hängen bleiben. Lösen sich die Himbeeren nicht wie von selbst von diesem Fruchtboden, sind sie noch nicht reif.

Und wie schmecken Himbeeren am besten?

Ganz genau – direkt vom Strauch in den Mund! Wer weder einen Garten noch Himbeersträucher hat, sollte sich diese Erfahrung trotzdem nicht entgehen lassen und sich diesen Sommer aufmachen in Richtung Himbeerfeld. Himbeeren werden übrigens meistens dort angebaut, wo es auch Erdbeerfelder gibt.

Rezepte

Himbeeren passen einfach zu allem. Waffeln oder Eiscreme mit heißen Himbeeren kennt jeder, genau wie den allseits beliebten Himbeer-Käsekuchen. Ebenso bekannte Klassiker sind Himbeermarmelade, -konfitüre und  -Gelee, Himbeerschnaps, -likör und -wein. Die Rote Grütze nicht zu vergessen, die ich hier schon in einer roh-veganen Variante vorgestellt habe.

Besonders gesund sind Himbeeren frisch und roh. Man kann sie pur essen – sie eignen sich aber ebenso gut für einen Grünen Smoothie.
Sie passen in herbe Salatkreationen, in vanillesüße Mandelmilch und Superfood Smoothies.

Meine Rezepte:

Chia-Himbeer-Pudding Traum

Die Himbeeren mit der Vanille und dem Kokosblütenzucker pürieren, die Chiasamen anschließend unterrühren und in Gläser oder eine Schale abfüllen. Über Nacht, mindestens jedoch für zwei Stunden, stehen und quellen lassen.

Herrlicher Himbeer-Banane-Mandel-Smoothie

  • 250g Himbeeren
  • 2 kleine oder eine große reife Banane
  • 1 Handvoll Mandeln

Die Mandeln über Nacht in Wasser einweichen. Am nächsten Morgen abschütten und mit ¼ Liter frischem, bestenfalls energetisiertem Wasser, den Himbeeren und der Banane mixen bis eine feine Smoothie-Konsistenz erreicht ist. So einfach und so lecker!

Himmlischer Himbeer-Avocado-Salat

  • 1 Avocado
  • 250g Himbeeren
  • Spritzer Limettensaft
  • Spritzer Balsamico
  • Salz und Rosa Pfeffer

Die reife aber nicht matschige Avocado in Stücke schneiden, in eine Schale geben und mit den Himbeeren vermengen. Einen Spritzer Balsamico darübergeben, mit Salz und Rosa Pfeffer abschmecken, mit Limette beträufeln und zum Schluss mit kleinen Rosenblättern garnieren. Fertig und verführerisch!

Leckere Himbeersoße

Himbeeren pur oder mit Nektarinen oder Pfirsichen sämig pürieren. Nach Belieben mit Vanille abschmecken und Kokosblütenzucker süßen. Fertig! Passt zu fast allem und kann auch als Basis für Salatdressing benutzt werden.

Himbeer-Kokosmilch

250g frische Himbeeren mit selbstgemachter oder frischer Kokosmilch fein mixen, durchsieben und genießen.


Der Eigenanbau

Himbeeren kann man ganz leicht zu Hause anpflanzen und kultivieren. Sie brauchen ausgesprochen wenig Pflege und sind wetterfest.
Wer einen Garten, eine Terrasse oder einen Balkon hat, kann die kleinen roten Früchten nach kurzer Zeit selbst ernten. Da die Beeren ursprünglich in unseren Wäldern beheimatet sind, scheuen sie weder die in unseren Breitengraden heißen Sommer- noch kalten Wintertage. Alles, was sie zu einem gesunden Wachstum brauchen, sind genügend feuchter, humusreicher Lehmboden und ein windgeschütztes Plätzchen im Halbschatten. So genügsam die Himbeersträucher sind, so ergiebig sind sie auch. Proportional zu ihrer Größe gehören Himbeeren zu den ertragreichsten Früchten überhaupt.

Lagerung und Verarbeitung

Auch beim Kauf von Himbeeren gilt: „Bio ist König“. Biologisch angebaute Himbeeren werden nicht mit Pestiziden behandelt und weisen deutlich weniger Herbizide als konventionell angebaute auf. So ist gesunder Genuss garantiert.

Vorsicht – Himbeeren sind zart besaitet! Ihre kleinen prall gefüllten Kügelchen zerplatzen schon bei dem geringsten Druck. Daher sollte man sie behutsam pflücken und sorgfältig im Kühlschrank aufbewahren. Allerdings sollte man sie schnell verbrauchen, da sie sehr schimmelanfällig sind. Länger als 1 bis 2 Tage halten sie sich nicht. Dafür lassen sie sich gut einfrieren.

TIPP: Damit die Himbeeren nicht zermatschen, friert man sie einfach nebeneinander gereiht ein. So hat man außerdem stets gesunde Beeren zur Hand!

Auszeit für Körper, Geist & Seele

Ein Hochgenuss sind die in der freien Natur, wild wachsenden Himbeeren. Sie stehen an Waldrändern und Lichtungen, werden nicht gedüngt oder geschnitten und wachsen so wild und ungebändigt, wie die Natur sie gedeihen lässt. Das schmeckt man auch. Wie bei allen anderen Beerenfrüchten, sind die wilden die aromatischsten und köstlichsten.

Außerdem macht das Pflücken in freier Natur einfach Spaß! Also, nichts wie raus in die Natur, zum Pflücken auf Feld und Flur!
Viel Freude mit der Himbeere,

Eure Stephanie

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Grüne Smoothies

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