Die 10 häufigsten Anfänger-Fehler – Teil 2

Eingestellt von am 17.08.2013
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Hier der angekündigte zweite und (vorläufig) letzte Teil unserer Anfänger-Fehler-Reihe.

Auch dieses Mal der wichtigste Hinweis zuerst: Unter +49 (0)30-44793423 erreicht Ihr uns „live“, immer Mo. – Fr zwischen 09-17 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung. Sprecht uns dazu einfach auf’s Band, wir rufen zurück!

Für gewöhnlich erreichen uns vor allem Fragen rund um den passenden MixerKein Wunder, denn die eigentliche Zubereitung eines grünen Smoothies ist denkbar einfach …

Genug der Vorrede, los geht’s!

Die 10 häufigsten Fehler – Teil 2

Fehler 6 „Damit ich die Vitalstoffe besser verwerten kann, gebe ich immer Öl hinzu“

Einer der wohl beliebtesten „Fehler“.

Glaubt mir / uns: Es ist WIRKLICH NICHT NÖTIG mit Fetten, d.h. Ölen usw. zu arbeiten.

Wer ganz genau wissen möchte, warum das so ist, liest hier nach.

Allen anderen sei gesagt: Öl im grünen Smoothie ist aus zweierlei Gründen nicht vorteilhaft:

  1. Die Verträglichkeit des grünen Smoothies leidet (unter Umständen). Der Grund: Das im Blattgrün NATÜRLICHERWEISE enthaltene Fett wird durch den Mixvorgang „aufgeschlossen“, d.h. aus komplexen Fettmolekülen werden freie Fettsäuren, die sehr leicht verdaulich sind. Zusätzliches Öl hingegen kann diese sehr gute Verdaulichkeit, die ja gerade auf dem Mixvorgang beruht (!), ad absurdum führen, denn diese „Extraportion Fett“ besteht nicht aus freien Fettsäuren, sondern vorwiegend aus komplexen Molekülen.
  2. Der „Kick für den Augenblick“ findet aller Wahrscheinlichkeit nicht statt … Soll heißen: Wer zum ersten Mal in seinem Leben (auf nüchternen Magen) von einem wirklich wilden Wildkräutersmoothie trinkt, wird diesen Augenblick, der nach ca. 20 Minuten einsetzt, nicht vergessen! So fühlt sich pure Lebensenergie an. Zusätzliches Öl verlängert die Passage des Speisebreis im Verdauungstrakt. Die Folge: Der soeben beschriebene Augenblick wird weniger intensiv wahrgenommen (falls überhaupt).

Ansonsten gilt: Wer trotzdem Lust auf ein paar Tropfen Öl hat, dem sei dies natürlich gegönnt … nur notwendig ist es eben nicht!

Fehler 7 „Jetzt habe ich schon reichlich Obst benutzt und mein Smoothie schmeckt immer noch nicht süß!“

Ja, das ist in der Tat ein Problem, dass auch ich kenne.

Die Ursache lautet (fast) immer: unreifes Obst!

Es gibt zwei Lösungen: Auswandern in den Süden, am besten dort hin, wo Früchte nicht nur wachsen, sondern auch reifen – und zwar baumreifen. (Solche Früchte kriegt man auch im Internet, dann allerdings wird es richtig teuer …).

Die zweite Lösung ist nicht nur eleganter und kostengünstiger, sie ist vor allem „geschmackssicher“, d.h. flexibel immer dann einsetzbar, wenn es an reifem, also wirklich aromatischem Obst mangelt. Diese Lösung hört auf den Namen Stevia. 

Stevia gibt es als Pulver und als flüssiges Extrakt. Ersteres hat einen deutlichen Eigengeschmack, Letzteres nicht – und ist darum mein persönlicher Favorit.

Wann immer ich also während der Zubereitung eines grünen Smoothies auf unreifes und d.h. nicht aromatisches und nicht süßes Obst treffe, greife ich zu Stevia.

Ein paar Tropfen genügen in aller Regel! (Bloß nicht überdosieren, denn Stevia ist immens süß!)

Übrigens: Wer will kann es auch mit Xylitol, sprich: Birkensüß versuchen. Ein ebenfalls natürliches Süßungsmittel mit vielen gesundheitlichen Vorteilen.

 

Grundsätzlich empfehlen wir natürlich die Nutzung von regionalen und saisonalen Zutaten, wodurch die oben beschriebene Problematik weitestgehend verhindert werden kann. Aber auch uns klar: Banane, Mango, Ananas und Kiwi sind einfach großartige Früchte …

Fehler 8 „Irgendwie schmeckt mein Smoothie nicht, obwohl ich so viele leckere Zutaten verwendet habe!“

Und genau das ist das Problem: ZU VIELE leckere Zutaten.

Die Lösung, wie so oft: KEEP IT SIMPLE. Nicht nur am Anfang gilt: Weniger ist Mehr. 

Einige garantiert geschmackssichere Kombinationen für alle Anfänger findet Ihr hier.

 

Kurzum: Nehmt MAXIMAL 1-2 Obstsorten (Banane eignet sich für Anfänger besonders gut) und kombiniert diese mit 1-2 Sorten Pflanzengrün (Spinat plus Salat bzw. Spinat plus Petersilie punkten bei fast allen Anfängern).

 

Wer eine salzige Note sucht, der nutzt entweder 1-2 TEELÖFFEL Himalaya- oder Steinsalz oder dessen Sole oder greift auf den natürlichen Geschmacksverstärker Sellerie zurück.

Fehler 9 „Mir wird’s langweilig, meine Smoothies schmecken mir irgendwie nicht mehr!“

Das kann viele, sogar sehr viele (individuelle) Gründe haben … Unmöglich sie alle hier aufzuzählen.

Ich begnüge mich hier mit folgender Feststellung: Stellt sicher, dass Ihr Abwechslung habt! Probiert Euch aus, traut Euch … tagein, tagaus das immer Gleiche langweilt auf Dauer. Das gilt nicht nur für grüne Smoothies … Macht Euch klar: Euch steht eine IMMENSE Vielfalt an Früchten, Salaten, Pflanzengrün, Wildkräutern, Gartenkräutern und Gewürzen zur Verfügung, die es zu entdecken gibt! Geht also auf Entdeckungstour.

Und im Übrigen gilt SELBSTVERSTÄNDLICH: Wer keine Lust auf Smoothie hat, der hat eben keine Lust! So einfach ist das 🙂

Fehler 10 „Ich kriege einen Liter einfach nicht runter, was mach ich falsch?“

Einfach Antwort: GAR NICHTS!

Auf selbige Frage bin ich hier schon einmal ausführlich eingegangen.

Gerade für Anfänger gilt, auch hinsichtlich der Menge: WENIGER IST MEHR. Letztlich kann keiner an Eurer statt entscheiden, wie viel Ihr trinken sollt oder müsst. Das ist individuell höchst unterschiedlich und daher nur schwer zu verallgemeinern.

Zum Hintergrund: Das mit der empfohlenen Zufuhr von 1,0 Litern stammt von Victoria Boutenko und ist – sagen wir es mal so – mit „Vorsicht“ zu betrachten. Victoria hat bei einer Menge von 1,0 Litern (regelmäßig getrunken über 30 Tage) festgestellt, dass hierbei die größten gesundheitlichen Veränderungen geschehen.

Wir empfehlen grundsätzlich: Orientiert Euch an Eurer Lust, an Eurem Instinkt (falls er funktionieren sollte) … und haltet im Hinterkopf: grüne Smoothies mit Wildkräutern zubereitet sind derart potente Nährstoffbomben, dass es nicht nur nicht nötig, sondern meisten gar nicht möglich ist, einen ganzen Liter davon zu trinken. Hier genügt oft schon ein Bruchteil davon!

Außerdem gebe ich zu bedenken: Es kommt immer darauf an, zu welchem Zweck der grüne Smoothie getrunken werden soll: Aperitif, Mahlzeitenersatz, Regeneration nach dem Sport, gezielte therapeutische Maßnahme oder schlicht: aus Lust und Laune!

 

Und damit wären wir am Ende!

Ihr wisst ja: Bei Fragen, fragen: hallo@gruenesmoothies.de.

 

Liebe Grüße!
Carlos

Carlos

Carlos

Carlos trinkt seit vielen Jahren Grüne Smoothies und ist Blogger der ersten Stunde von GrüneSmoothies.de. Als ausgebildeter Ernährungs- und ganzheitlicher Gesundheitsberater sowie Personal Coach beschäftigt er sich intensiv mit den Zusammenhängen zwischen Ernährung und Gesundheit. Ihn zeichnet seine leidenschaftliche Skepsis und Neugierde aus, denn er will es meistens ganz genau wissen.
Carlos vertritt die Auffassung, dass „Ernährung die vielleicht wichtigste Variable zur Gesunderhaltung ist, auf die jeder Mensch am besten Einfluss nehmen kann.“ Grüne Smoothies sind für ihn ein wesentlicher Bestandteil einer gesunden Ernährung, weil sie den Körper natürlich, einfach und wirkungsvoll mit allem versorgen, was er für einen guten Start in den Tag braucht.

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13 Kommentare

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Hallo Carlos,

ich habe vor einiger Zeit mit den grünen Smoothies angefangen und habe nun ein paarmal gelesen, dass sie am besten auf nüchternen Magen bekommen / wirken. Ich trinke meine ca 0.65 l immer morgens/vormittags im Büro und genieße das. ALlerdings trinke ich vorher zu Hause / auf dem Weg zur Arbeit (brauche 1 Stunde) meist schon einen großen Milchkaffee. Ist das irgendwie negativ? Ohne würde mir ziemlich schwer fallen...

Danke und viele Grüße!

Katharina von GrüneSmoothies.de
Katharina von GrüneSmoothies.de

Liebe Hanna, das ist in der Tat so, dass der Grüne Smoothie auf nüchternem Magen am besten wirken kann und auch am bekömmlichsten ist. Und wenn Du einfach tauschst - den Smoothie to Go und den Kaffee dann mit ein bißchen zeitlichen Abstand später im Büro? Ich brauche auch am Morgen - trotz Grünem Smoothie - meinen Kaffee und habe mir die Reihenfolge erst der Smoothie, dann der Kaffee gut angewöhnt. Falls es Dir aber ganz schwer fallen sollte, dann behalte das Kaffeeritual auf dem Weg zur Arbeit doch bei. Solange es Dir gut geht, ist doch alles fein. Liebe Grüße Katharina.

Hallo Katharina!

Mal sehen, ich habe schon das Gefühl, dass es für die Verdauung besser wäre, mit dem Smoothie zu starten. Aber das Schöne daran ist für mich auch, dass ich ihn über den halben Vormittag verteilt trinke, damit ich bin zum Mittag ohne weiteres Frühstück durchhalte. So lange kann ich selten auf meinen Kaffee warten! 🙂 Es ist ja schonmal gut zu lesen, dass nicht die Milch im Kaffee die ganze Chose durcheinander bringt oder so.

Dankeschön und grüne Grüße!

Katharina von GrüneSmoothies.de
Katharina von GrüneSmoothies.de

Liebe Hanna, nach dem Kaffee würde ich Dir dann trotzdem empfehlen ein Stündchen zu warten, bevor Du Deinen Smoothie trinkst. Liebe Grüße Katharina.

Hallo Carlos,

Ganz herzlichen Dank für Deine Antwort. Bin nun beruhigt u werde auch anderes Grpnzeugs verwenden. Hab in der Zwischenzeit Brennnesseln und Wursing als sehr schmackhaft entdeckt.

Liebe Grüße

Gabi

Hallo Carlos,

ich habe gelesen, dass Nitrate z.B. im Spinat gepaart mit konzentriertem Eiweiß u.U, zu krebserregendem Nitrosamin reagieren kann. Nun habe ich zu meinem täglichen Spinatsmoothie auch einen Esslöffel Chia-Samen getan, falsch? Zudem habe ich gelesen, dass Ihr grüne Smoothies auch mit Weizengras zubereitet. Ich habe mir Weizengraspulver gekauft. Darin ist auch ein Eiweißgehalt von ca. 20g pro 100 g enthalten. Jetzt frage ich mich, wie ich den Smoothie nun richtig zubereiten soll, da ich ebenfalls Anfängerin bin. Kürzlich habe ich zudem bei Attila Hildmann gelesen, dass man bereits gehackten Spinat nicht zu lange liegen lassen soll (was immer das bedeutet), da sich auch hierdurch Nitrat in Nitrit umwandelt. Kann Nitrit bereits über diesen kurzen Zeitraum von einem Tag gesundheitsschädigend sein. Vor allem, da ich ebenfalls viele pflanzliche Eiweißquellen in meine Ernährung einbaue, auch wenn ich sie nicht direkt mit dem Smoothie aufnehme.

Herzliche Grüße

Gabi

Carlos

Hallo Gabi!

Erstmal: keine Panik. Dieses ganze Nitratgerede ist ÜBERHAUPT KEIN Problem, es sei denn Du ernährst Dich von KILOWEISE STARK nitratbelastetem Grünzeug. Bei dieser Diskussion ist der Bezug zu realen Verhältnissen völlig aus den Fugen gerade. Nitrat usw. ist vor allem ein Problem bei Wurst, Käse und Kaffee, nicht primär bei 1 Handvoll Spinat.

Grundregel: Misch nicht ständig HOCHKONZENTRIERTE Proteine mit Grünen Blättern, also KEINE Proteinpulver oder Hanfsamen mit in den GS. Das kann man alles ab und an mal machen, aber eben nicht regelmäßig. Bei Chiasamen gilt diese Regel auch. Einfach nicht jeden Tag mit Chiasamen arbeiten - und schon ist alles gut.

Weizengras ist kein Problem.

Es geht sowieso immer nur um die konkrete Mischung von hochkonzentriertem Protein IM Grünen Smoothie!

Ansonsten würde ich ganz grundsätzlich nicht ständig mit Spinat arbeiten, ganz sicher nicht wegen dem Nitrat, sondern weil es aus Sichtweise seiner Nährstoffe und energetischen Komponenten nicht sehr hochwertig ist. Jetzt und im kommenden Winter: Grünkohl und Konsorten, Feldsalat aus Freilandanbau und vor allem: alles, was Du an Wildkräutern sammeln bzw. kaufen kannst!

Liebe Grüße!
Carlos

Hallo,

hab mich schon etwas hier umgesehen aber die Antwort auf meine Frage (noch) nicht gefunden.

Viele Rezepte ergeben ja eine Menge von ca. 1 Liter und kleine Mengen lassen sich ja auch nicht so gut verarbeiten. Aber ich gehöre zu den Anfängern, die den Liter nicht in einem Rutsch trinken können. Ist es vom Nutzen her vertretbar, den Smoothie am nächsten Tag zu trinken, wenn er im Kühlschrank aufbewahrt wird? Wobei mir klar ist, dass frisch gemacht natürlich immer am besten ist. Aber "schadet" die Aufbewahrung extrem oder könnte man das praktizieren?

Viele Grüße

Diana

Carlos

Hi Diana!

Einfach aufbewahren. Noch einfacher und eigentlich auch 'gesünder', weil es eher zu dem passt, was Dein Körper gerade möchte: MENGE reduzieren - unter Umständen auch massiv - und zwar auf eine Menge, die Du problemlos, ganz langsam trinkend GENIESSEN kannst!

Liebe Grüße!
Carlos

Hallo...hab den Puro4 heute erstmals benutzt, vorher hatte ich nur einen normalen Küchenmixer...voll geniales Ergebnis aber die Smoothies sind ziemlich warm wenn sie fertig sind..soll man sie so trinken oder was kann man anders machen?Lg Jochen

Carlos

Hi Jochen!

Am besten Du mixt anfangs mit weniger Wasser, dann zerkleinert er besser.
Lässt du das automatik-Programm durchlaufen?

Im Sommer (also jetzt 😉 auch gerne mit Eiswürfeln!

Liebe Grüße!
Carlos

Jetzt bin ich aber beruhigt, dass ich nicht alleine dastehe!!!

Bis auf einen Anfangsfehler treffen alle auf mich zu und genau meine Fragen werden hier beantwortet. Manchmal krieg ich meinen Smoothie fast nicht runter und muss ein Stück Magerkäse "zwischenschieben". Aber mir geht's um den gesundheitlichen Nutzen und mehr Vitalität. So will ich fleißig weiterexperimentieren und mein Immunsystem jetzt vor dem Herbst noch ordentlich pushen. Und mit Rohkost (ca.80%) habe ich schon über 6kg innerhalb von ca.6-7 Wochen abgenommen. Und im Übrigen machen grüne Smoothies für einige Stunden gut satt und helfen somit beim Durchhalten von Diäten und dem anschließenden Halten des Gewichts.

Vielen Dank für die Tipps und viele Grüße aus Freiburg

Angela

Carlos

Hallo Angela!

Na dann sind wir froh, Dir geholfen zu haben 🙂

Verlinke / verweise den Artikel untern Leuten die Du kennst, die ebenfalls Grünis machen, aber Probleme damit haben.
Ich bin immer wieder überrascht, wie viele Fehler man am Beginn machen kann, obwohl eigentlich alles so simpel ist 😉

Liebe Grüße und immer schön weiter mischen 😉
Carlos

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