Kakao

Eingestellt von am 10.04.2014
Schokoladen-Espresso-Nicecream im Glas mit Topping aus ganzen Haselnüssen

Der Kakao.
Cocoa / Cacao / El Cacao / Cacao

Kakao ist ein fester Bestandteil unserer Nahrung. Jeder hat schon einmal davon gehört, dass dunkle Schokolade besser als Vollmilchschokolade ist und zudem noch gegen Liebeskummer wirken soll. Kaum einer aber weiß, wie vielfältig Kakao wirklich ist, was er alles kann und warum er auch die „Speise der Götter“ genannt wird. Darum widme ich mich heute dem Wunder Kakao.

Kakao (Theobroma cacao) bezeichnet das aus der getrockneten und fermentierten Kakaobohne gemahlene Kakaopulver. Kakaobohnen sind die Samen der Früchte des Kakaobaumes. Kakao ist Grundzutat für Schokolade. Die einzelnen Bestandteile, wie Kakaopulver und Kakaobutter, werden aber nicht nur zu Schokolade oder Trinkkakao verarbeitet, sondern finden auch in der kreativen Küche und Kosmetikherstellung Verwendung.

Wer genau hinschaut und hinhört, dem wird nicht verborgen bleiben, dass das Wort Kakao indigenen Ursprungs ist. Über die Mayasprachen ins Aztekische, von dort ins Spanische und anschließend in den Rest der Welt gelangt, ist „Kakao“ heute rund um den Globus ein Begriff.

Kakaofrüchte sind oval, violett bis gelb-rot, haben eine harte, feste Schale, und können durchschnittlich bis zu 1 kg wiegen. Das enthaltene Fruchtfleisch ist weißlich, weich, süß und saftig wie Honigmelone oder Mangostane und kann aus der Frucht gelöffelt oder im Smoothie verwendet werden. Im frischen Zustand sind die Samen bitter. Durch den Trocknungsprozess verlieren sie an Bitterkeit, schmecken schokoladiger und verändern ihre Farbe von Weiß zu Violett oder Braun. Der immer grüne Kakaobaum blüht unter günstigen Vorrausetzungen ganzjährig und trägt das ganze Jahr über Früchte, die man zwei Mal im Jahr, zu Beginn der Regenzeit und zu Beginn der Trockenzeit, ernten kann.

Kakao war ursprünglich im Amazonasgebiet Süd- und Mittelamerikas beheimatet. Bei den Azteken galt er als heilig. Die aus der Frucht gewonnen Kakaobohnen dienten als Opfergabe und fanden nebenbei als Zahlungsmittel Verwendung. Kakao wurde aber auch als Heilmittel bei Durchfall, Niereninfektionen, Skorpionbissen und Erschöpfung eingesetzt. Schon die Azteken hatten eine Rezeptur, die der unseres heutigen Trinkkakaos sehr ähnlich ist. Der Gewürztrank war eine Mischung aus Wasser, Kakao, Mais, Vanille, Cayennepfeffer und Salz. Warme, dunkle Trinkschokolade ist für mich zu jeder Jahreszeit ein Hochgenuss. Ich bereite meinen Kakao sehr ähnlich zu, nehme aber anstelle von Wasser selbst gemachte Nussmilch und verwende keinen Mais, dafür aber Honig oder Kokosblütenzucker zum Süßen und eine Prise (oft auch ein bisschen mehr) Zimt, Muskat und Nelke. Das ganze runde ich mit Maca, Carob, Kurkuma und Cayenne ab und garniere mit Anisstern oder Gojibeere. Genuss pur für Leib und Seele!

Mit der Verbreitung des Kakaogenusses in Europa im 17. Jahrhundert, verbreitete sich auch der Anbau des Kakaos in Plantagen unter Einsatz von Sklaven in den europäischen Kolonien. Noch heute ist das Kakaogeschäft nicht frei von Kinder und Sklavenhandel. Deshalb ist es so wichtig beim Kauf von Kakao und kakaohaltigen Produkten auf fairen Handel zu bestehen! Kakao im Bioladen und in Naturkostgeschäften ist meist nicht nur biologisch angebaut, sondern wird auch unter fairen Bedingungen hergestellt. In Kakaoplantagen, die nicht nach biologischen Grundsätzen arbeiten, kommen, wie es in der industriellen Landwirtschaft üblich ist, verschiedene Pestizide zum Einsatz, deren Rückstände natürlich auch in der Schokolade zu finden sind. Monokultur in den Anbaugebieten führt unter anderem dazu, das die Böden ausgelaugt sind und die Pflanzen nicht ausreichend Nährstoffe aus dem Boden ziehen können.

Die Hauptanbaugebiete haben sich inzwischen von Mittelamerika nach Afrika verlagert. Das Land mit der größten Kakaoproduktion der Welt ist die westafrikanische Elfenbeinküste.

Schokoladenliebhaber wie ich haben allen Grund zur Freude: roher Kakao ist gesünder als der normale, chemisch verarbeitete Kakao aus dem Supermarkt, und weist zudem noch alle gesunden Inhaltsstoffe in unveränderter Form auf! Ich liebe Kakao in Form von Schokolade oder im Smoothie. Rohe Schokoladen kann man entweder selber machen oder in Bioläden kaufen. Da sich Rohkost, neudeutsch „Raw Food“, immer größerer Beliebtheit erfreut, sind zunehmend mehr „rohe“ Produkte in Bioläden erhältlich. Zumindest in den größeren Städten. Die Landbevölkerung kann vehement ihr Interesse an Rohkost Kund tun, und damit eine Nachfrage schaffen, die eine Rohkostabteilung in den Läden unverzichtbar macht. Ab sofort kann man in unserem Onlineshop ausgewählte rohe Produkte und Superfoods kaufen. Unsere Produkte sind unbehandelt, natürlich und tragen somit die Essenz des Lebens: Liebe und Wahrheit, in sich.

Es gibt viele verschiedene Kakaosorten, der Edelste aller Edelkakaos ist der Criollo. Aus Criollo werden Kakaopulver, Kakaostücke, sogenannte Nibs und Kakaobohnen hergestellt. Dieser ursprüngliche venezolanische Kakao ist kein gezüchteter Hybridkakao, sondern von reinerbiger Qualität und bekannt für seinen aromatischen, ausgeglichenen, vollmundigen Kakaogeschmack. Der Geschmack des Kakaos hängt übrigens nicht allein vom Erbgut ab, sondern auch von der Bodenbeschaffenheit und den vorherrschenden klimatischen Bedingungen …

Neben seinem hohen Fettanteil enthält Kakao bis zu 300 verschiedene Substanzen, wie Theobromin, Koffein, Serotonin und Dopamin, die eine stimmungsaufhellende Wirkung hervorrufen und auch Symptome des chronischen Müdigkeitssyndroms verbessern können.

1-2 Esslöffel rohes Kakaopulver, so viel braucht man für einen Smoothie oder eine Tasse Kakao, enthalten neben 2 Gramm Protein und 4 Gramm Ballaststoffen, zahlreiche Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen. Das „gute“ Fett des Kakaos besteht unter anderem aus ungesättigter Oleinsäure, die auch in Avocados und Oliven vorkommt und gut für das Herz ist, und aus Stearinsäure, die sich nicht auf den Cholesterinspiegel auswirkt. Kleine Mengen von etwa 30 Gramm Schokolade mehrmals wöchentlich genossen, können zu einer Senkung des Blutdrucks, des Stresshormons Cortisol, des Gesamtcholesterins sowie zu einer Erhöhung des Blutstroms zum Herzen beitragen und die Verklumpung der Blutblättchen verringern, wodurch die Wahrscheinlichkeit der Thrombosenbildung sinkt, die einem Herzinfarkt oder Schlaganfall vorausgeht. Außerdem unterstützen Schokolade und Kakao die Verbesserung des Blutzuckerspiegels und die Insulinrezeptorensensibilität, die bei Diabetes eine wichtige Rolle spielen.

Vor kurzem hat man im Kakao einen neuen Inhaltsstoff entdeckt, der in weniger als 100 anderen Pflanzen nachgewiesen werden konnte, Resveratrol. Dieser sekundäre Pflanzenstoff soll sich lebensverlängernd auswirken und war bislang in bedeutenden Mengen nur in Rotwein, rotem Traubensaft oder Erdnüssen mit Häutchen zu finden. Nun ergänzt auch Kakao diesen exklusiven Kreis und steigert damit seinen Ruf als gesundes Nahrungsmittel erneut. Resveratrol ist allerdings nur in den rohen Kakaoprodukten wie Kakaopulver und Kakaobohnen
nachweisbar.
Ein weiterer Grund die natürliche Form des Kakaos den anderen vorzuziehen.

Achtung: Wie bereits erwähnt – Kakao ist nicht gleich Kakao. Kakaobohnen werden oft zu stark fermentiert, getrocknet, geröstet und zusätzlich alkalisiert, was bedeutet, das während der Herstellung des Kakaopulvers Alkalisalze wie Kalium- oder Natriumcarbonat zugegeben werden um den bitteren Geschmack abzuschwächen. Bei diesem Prozess gehen viele wichtige Inhaltsstoffe, die den Kakao so wertvoll und gesund machen, verloren. Konventionelle Schokoladenprodukte, wie die aus dem Supermarkt, werden mit gehärteten Fetten, weißem Zucker, Emulgatoren, Aromastoffen, Farb- und Konservierungsstoffen sowie Milchtrockenmasse versetzt. Abgesehen davon, das diese Zutaten ohnehin nicht gut, sondern gesundheitsschädlich sind, vermindern sie die Resorption der Antioxidantien. Diese Schokoladen sind also nicht viel mehr als absolutes Killer-Junkfood. Ebenso empfehlenswert ist es den „Kakao aus Holland“, der nach holländischem Verfahren „veredelt“ wurde, im Regal links liegen zu lassen. Er wurde für die industrielle Weiterverarbeitung optimiert und weist kaum noch die wundervollen, wertvollen Inhaltsstoffe auf.

Grundsätzlich gilt: Je dunkler die Sckokolade, umso besser ist sie. Zudem weist sie bedeutend mehr Antioxidantien auf. Und die tun uns gut!

Rohkostschokoladenhersteller mischen ihren feinen Schokoladen mit weiteren Superfoods wie Carob, Gojibeeren, Cranberries, Acaí, Maca, Blaubeeren und Kokos und erhöhen so nicht nur das Geschmackserlebnis, sondern auch die gesundheitsfördernden Eigenschaften. Lassen Sie sich inspirieren!

Tipp: Der perfekte Energiespender für unterwegs ist Studentenfutter aus rohen Zutaten. Ruckzuck zubereitet und oberlecker. Kakaobohnen oder Kakaostücke (kleine Kakaostückchen) passen ganz wunderbar zu Nüssen, Samen, Beeren und Kokosflocken. Ich garantiere das leckerste Studentenfutter aller Zeiten!

Zu guter Letzt: Meinen liebsten Leitsatz rate ich auch bei den willkommensten Schokoladenverführungen zu beherzigen – „WENIGER IST MEHR“. Eine köstliche Tasse Kakao oder etwas Schokolade ist Balsam für die Seele und den Körper. Ebenso ein Stückchen Schokolade. Zu viel Kakao, in welcher Form auch immer, kann zu Schlaflosigkeit, Unruhe oder Übelkeit führen. Wie viel zu viel ist, kann jeder für sich heraus finden. Unsere Geschmacksnerven, unser Verdauungstrakt und unsere Zellen wissen was gut tut. Lernen wir unserem Körper und unserem Instinkt zu vertrauen, können wir ihm liebevoll das geben was braucht.

Viel Freude beim Zubereiten und Genießen des nächsten Lieblingskakaos!

Alles Liebe, Stephanie

Passende Schlagwörter

, , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,
Grüne Smoothies

Grüne Smoothies

Kommentare auf Facebook

Kommentar hinzufügen

E-Mail-Adresse ist schon registriert. Bitte benutze Login form oder nenne eine andere.

Du hast einen falschen Nutzernamen oder Passwort eingegeben

Entschuldige, aber Du musst eingeloggt sein, um Kommentare zu schreiben.