Grüner Smoothie vs grüner Saft

Eingestellt von am 19.11.2013
schlagabtausch

Angefangen hat alles mit grünem Saft, nicht mit grünem Smoothie (Respekt, wem Respekt gebührt: Ann Wigmore).

Warum das so war? Ganz einfach: Das zur Zubereitung von hochwertigen Säften notwendige Equipment wurde deutlich früher entwickelt. Ein mechanischer Entsafter ist in technischer Hinsicht eben einfacher zu entwickeln als ein Turbo- bzw. Hochleistungsmixer.

Was aber sind darüber hinaus die wesentlichen Unterschiede zwischen (grünem) Saft und grünem Smoothie?

Diese Frage bekommen wir, vor allem von Frauen, die panische ANGST vor dem Zunehmen haben, immer wieder gestellt. Dahinter steckt die Befürchtung, dass man durch Grüne Smoothies tendenziell „dick“ werden kann, durch Saft hingegen „dünn“ bleibt – und das bei gleichwertiger Nähr- und Vitalstofffülle.

Hier also die Antwort.

  1. Mahlzeitenersatz: Das Offensichtliche zuerst. Ein Grüner Smoothie kann eine Mahlzeit nicht nur ersetzen, sondern gewissermaßen überersetzen, was vor allem der Fülle an Nähr- und Vitalstoffen geschuldet ist. Hinzu kommen: Faser- und Ballaststoffe. Sie sorgen dafür, dass der Grüne Smoothie tatsächlich als Mahlzeit wahrgenommen wird. Beides zusammen – Nähr- und Vitalstoffe einerseits, Faser- und Ballaststoffe andererseits, nähren unsere Zellen und sättigen unseren Körper. Auf nüchternen Magen getrunken oftmals spürbar schon nach 20 Minuten. Einem grünen Saft hingegen fehlen die Faser- und Ballaststoffe weitestgehend, sie nämlich landen im Trester und d.h. im Abfall, nicht jedoch im Glas und d.h. im Körper. Die Folge: Ein grüner Saft kann weder nähren noch sättigen wie ein Grüner Smoothie.
  2. Vitalstoffkomplexität und -dichte:  Das Thema haben wir hier bereits ausführlich besprochen. Kurzum: Der Grüner Smoothie ist das Nährstoffkonzentrat schlechthin. Es gibt schlicht nichts vergleichbares. Der Grund: Da sich die meisten Vitalstoffe der grünen Pflanze innerhalb der Pflanzenfasern sammeln, die durch das Pürieren im Hochleistungsmixer aufgeschlossen und d.h. „zellgängig“ gemacht werden, nutzt ein Grüner Smoothie immer das volle Potenzial pflanzlicher Nähr- und Vitalstoffpower, ein grüner Saft hingegen nur einen Bruchteil davon. Wie gesagt: Ein Großteil der Pflanzenfasern landet im Wege des Saftpressens (leider) im Trester. Dabei gilt: Je schlechter die Saftpresse, desto wertvoller der „Abfall“ im Trester. Hier gibt es zwar große Unterschiede, aber ganz grundsätzlich gilt: Beim Saft bleiben vor allem die überaus wertvollen sekundären Pflanzenstoffe weitestgehend ungenutzt. Ein einfacher Test belegt das eindrucksvoll. Ein Glas Grüner Smoothie oxidiert nur oberflächlich, ein Glas grüner Saft durch und durch, erkennbar an der jeweiligen bräunlichen Färbung. Diese bleibt beim Smoothie auf die Oberfläche beschränkt, beim Saft hingegen durchzieht sie die gesamte Flüssigkeit. Der Grund: Die im Grünen Smoothie voll enthaltenen Phytosubstanzen schützen den Inhalt vor Oxidation.
  3. Lebensenergie: Was auf die Nähr- und Vitalstoffdichte eines Grünen Smoothie zutrifft, gilt analog für dessen Lebensenergie. Nicht nur der biochemisch messbare, auch der biophysikalisch messbare Aspekt, also das, was gemeinhin als Biophotonen (Prof. Popp) bezeichnet wird, ist im Grünen Smoothie voll, im grünen Saft nur ansatzweise enthalten.

Soviel zu den Hauptunterschieden.

Abschließend noch ein paar Worte vor der „Angst“ dick werden zu können, der Befürchtung also, zu viele Kalorien zu sich zu nehmen.

Der kalorische Anteil im Grünen Smoothie ist ausschließlich dem Obst-, nicht dem Grünanteil geschuldet. Grünes Blattgemüse enthält praktisch keine Kalorien.

Wer also, aus welchen Gründen auch immer, Kalorien „zählen“ mag / muss, der verzichtet einfach auf „höherkalorisches“ Obst, sprich: er oder besser: sie verzichtet ab sofort auf Bananen und Datteln. Die Kalorien aller anderen Früchte sind absolut vernachlässigbar.

Hinzu kommt: Grüne Smoothies stellen ideale Mahlzeiten dar. In diesem Sinne sind sie also immer auch ein potentieller Mahlzeitenersatz. Derart eingesetzt führen Grüne Smoothies zu einer massiven KalorienREDUKTION, dann nämlich, wenn anstelle einer (hoch)kalorischen Mahlzeit ein Grüner Smoothie getrunken wird!

 

Das alles soll nun natürlich nicht bedeuten, nun überhaupt keine grünen Säfte mehr zu trinken. Jeder wie er mag! In aller Regel allerdings nimmt die Lust auf Saft bei regelmäßigem Konsum Grüner Smoothies rapide ab. Das erfolgt ganz automatisch. (Zumindest bei mir und allen mir bekannten Personen.)

Vielmehr bedeutet es: Grüne Smoothies und grüne Säfte sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Smoothies sind potentiell vollständige Mahlzeiten, die in jeglicher Hinsicht (biochemisch / biophysikalisch) Ihresgleichen suchen, Säfte hingegen sind mehr oder weniger nette „Add-Ons“, Dinge, die eben hinzukommen können, aber nicht müssen.

 

Soviel zur Aufklärung.

Demnächst mehr zum Thema SAFT!

Liebe Grüße!
Carlos

Carlos

Carlos

Carlos trinkt seit vielen Jahren Grüne Smoothies und ist Blogger der ersten Stunde von GrüneSmoothies.de. Als ausgebildeter Ernährungs- und ganzheitlicher Gesundheitsberater sowie Personal Coach beschäftigt er sich intensiv mit den Zusammenhängen zwischen Ernährung und Gesundheit. Ihn zeichnet seine leidenschaftliche Skepsis und Neugierde aus, denn er will es meistens ganz genau wissen.
Carlos vertritt die Auffassung, dass „Ernährung die vielleicht wichtigste Variable zur Gesunderhaltung ist, auf die jeder Mensch am besten Einfluss nehmen kann.“ Grüne Smoothies sind für ihn ein wesentlicher Bestandteil einer gesunden Ernährung, weil sie den Körper natürlich, einfach und wirkungsvoll mit allem versorgen, was er für einen guten Start in den Tag braucht.

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5 Kommentare

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Ich würde auch gerne etwas zum Thema Smoothie versus Cold Pressed Juice beitragen: Persönlich mag ich beide, vertragen tue ich jedoch den Saft deutlich besser.

Ich habe fast ein Jahr lang mit morgendlichen Smoothies experimentiert (in verschiedenen Zusammensetzungen). Geschmeckt haben mir fast alle, bekommen sind mir nicht alle, meinem Mann und der Tochter geht es ähnlich. Ich habe festgestellt, dass ich Smoothies dann am besten vertrage, wenn ich nach dem Genuss vier-fünf Stunden nix esse. Kurzum: Der Smoothie ist für mich eine Mahlzeit, und zwar eine stattliche. Ich hab nach Smoothies oft das Gefühl, mein Körper hat so viel mit der Verdauung zu tun, dass es mich anstrengt. Manchmal ziehen sie dadurch für ein-zwei Stunden eher Energie, als dass ich welche fühle.

Zufällig bin ich auf ein Café mit Cold Pressed Säften gestoßen. Diese vertrage ich besser und fühle mich nach dem Genuss sofort energiegeladen und "wach", während ich nach dem Smoothie oft aufgebläht war. Den morgendlichen Smoothie lasse ich jetzt zuhause weg, und esse ein kleines Müsli mit einem selbstgepressten Saft (allerdings nicht cold pressed - für ein zweites Gerät ist weder Platz noch Budget da. Ich presse per Hand O-Saft und mixe zB mit Sauerkrautsaft, Zimt und rühre Weizenkeime ein).

Unseren hübschen Bianco nutze ich dennoch, nämlich am Wochenende oder wenn ich im "Home Office" bin und nicht kochen mag - dann gibt's zum Lunch einen Smoothie und danach ein Nickerchen.

Da mir die guten Zentrifugen-Geräte zu teuer sind, werde ich wohl keinen Juice kaufen.

Anne von GrüneSmoothies.de

Liebe Sarah,

vielen Dank für Deinen ausführlichen Erfahrungsbericht. Toll, dass Du für Dich eine gute Möglichkeit gefunden hast, Grüne Smoothies und frische Säfte in Deinen Alltag zu integrieren.
Für die gute Verdaulichkeit beim Grünen Smoothie habe ich noch folgende Tipps: Vielleicht hilft es Dir, die
Smoothie-Menge auf 250 – 300ml zu reduzieren und erstmal zu schauen, ob Du ihn dann besser verträgst. Außerdem hilft es, wenn Du den Grünen Smoothie besonders langsam trinkst und jeden Schluck gut einspeichelst. Dies geschieht, indem Du jeden Schluck Smoothie durch Deinen Mund bewegst, ihn gewissermaßen “kaust”. Wie Du selbst schreibst, ist es weiterhin hilfreich, ausreichend Abstand zu der vorherigen und der anschließenden Mahlzeit zu lassen.
Bei den Zutaten ist es wichtig, auf reife Früchte im Grünen Smoothie zu achten. Diese garantieren nicht nur einen wunderbar fruchtigen Geschmack und eine cremige Konsistenz, sondern auch eine bessere Verdaulichkeit. Und schließlich würde ich Dir empfehlen, nicht zu viele Zutaten zu verwenden. 1-2 Sorten Obst und eine Sorte Grün können auch genügen - gerade, wenn man sich schnell aufgebläht fühlt. Diese kann man täglich wechseln und so schneller entdecken, welche Zutaten einem gut bekommen und welche eher nicht so.
Herzliche Grüße
Anne

Lieber Carlos, das mag ja alles irgendwie stimmen was Du über Deine Smoothies sagst, aber mit frisch gepressten Säften hast Du Dich anscheinend noch nicht so intensiv auseinander gesetzt.

frisch gepresste Säfte mit einem sogenannten Slow Speed Juicer gepresst haben eine Nährstoffdichte an die ein Smoothie nicht dran kommt. Auch ist der Oxidationsgrad geringer als beim Smoothie weil der Saft viel schonender gepresst wird und eine komplett andere Information hat.

Ein Saft ist nach 15-30 Minuten an den Zellen und man bekommt durch weniger Faserstoffe auch keine Verstopfung noch einen Blähbauch. Sogar Schwerstkranke kommen mit einem grünen Saft schnell wieder auf die Beine ganz zu schweigen von der unendlichen Wirksamkeit von Weitengrassaft wie Du schon richtig erwähnt hast , die Mutter aller Säfte. Und einen Mixer gab es zu Zeiten von Ann Wigmore auch schon, aber sie wollte sehr bewusst die Menge an unverdaulicher Zellulose verringern, schließlich ging es bei ihren Patienten um Leben und Tod, da spielt man nicht rum und geht des Königsweg.

Katharina von GrüneSmoothies.de
Katharina von GrüneSmoothies.de

Liebe Coco, Säfte sind sicherlich empfehlenswert für Menschen, die z.B. krankheitsbedingt praktisch keine Magen-Darm-Tätigkeit haben. Liebe Grüße Katharina.

Danke für diese differenzierte Info!

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