Wassertypen

Eingestellt von am 06.06.2013
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Es wird (endlich) ernst! Heute (und in den nächsten Beträgen der Reihe) wird es um die Qualitäten, das Pro und Contra unterschiedlicher Wässer und Wasseraufbereitungsmöglichkeiten gehen.

Der Grund: Wir wollen aufklären!

Letztlich also sollt Ihr liebe Leser in die Lage versetzt werden, eigenständige Entscheidungen zu treffen – und zwar auf Basis eines grundlegenden Verständnisses, was ich Euch im Rahmen dieser Reihe vermittelt möchte …

In diesem  Sinne: Auf geht’s!

Wassertypen

Quellwasser

Quellwasser wäre das wohl „beste“ Wasser der Welt – sowohl chemisch als auch physikalisch, d.h. weder verunreinigt und sauer (chemischer Aspekt) noch unter Druck gefördert (physikalischer Aspekt).

Dummerweise wird ein solch optimaler, naturgegebener Zustand immer mehr zur Seltenheit. Der Grund: Umweltbelastungen aller Art.

Saure Quellwasser, deren pH-Werte deutlich unter 7 liegen und Verunreinigungen im Wasser durch Keime und Bakterien sind alles andere als selten. Auch wird die hohe energetische Qualität von Quellwasser durch künstliches Pumpen, d.h. die Förderung durch Rohrleitungen unter Druck, zerstört.

Ein Wasser, das aus eigener Kraft zutage tritt und die Erdoberfläche erreicht, bezeichnet man nach der nordfranzösischen Region Artois als Arteserwasser aus einer Arteserquelle. Arteserwasser entsteht, wenn sich Grundwasser in einer Senke zwischen zwei wasserundurchlässigen Schichten staut. Dadurch steigt der Druck über dem der Atmosphäre. Die Folge: Das Wasser steigt von selbst an die Erdoberfläche.

 

Wer also Quellwasser dauerhaft trinkt ist gut beraten eine chemische Analyse durchzuführen. Diese sollte neben pH-, vor allem auf Nitrat- und Leitwert prüfen. Ebenso auf Keime und Bakterien.

Bei pH-Werte unter 7 sollte das Wasser in Glasbehältern gelagert werden. Nur so ist sichergestellt, dass es vom umgebenden Material nicht beeinträchtigt wird.

 

Noch ein Wort zu Gebirgs- und Tiefenquellen, also der Herkunft von Quellwasser: Das wichtigste Unterscheidungskriterium von Gebirgs- und Tiefenquellen sind die Faktoren Alter, geologische Herkunft und die daraus resultierende Zusammensetzung und Höhe der Mineralisierung.

Es gilt generell: Je länger das Wasser im Boden verbleibt, desto tiefer sickert es und desto mehr Zeit hat es sowohl zur Selbstreinigung als auch um Mineralstoffe aus den unterschiedlichen Gesteinsschichten aufzunehmen.

Da Gebirgsquellen in aller Regel nicht sonderlich tief sind, ist ihr Wasser häufig recht jung und aus diesem Grund niedrig bis sehr niedrig mineralisiert.

Ganz im Gegensatz dazu kann die Verweildauer des Wassers bei Tiefenquellen mehrere hundert oder tausend Jahre dauern! Ausgewogen mineralisierte Wässer stammen deshalb vorwiegend aus tiefer liegenden Quellen.

Die Tiefe einer Quelle hat aber nicht nur entscheidenden Einfluss auf den Gehalt und die Zusammensetzung von Mineralstoff- und Spurenelementen, sie wirkt sich darüber hinaus auch auf den Schadstoffgehalt des Wassers aus: Wasser aus geschützten Tiefenquellen ist in der Regel schadstofffrei.

Je tiefer die Quelle, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass unerwünschte Substanzen, wie Pestizide aus der Landwirtschaft oder organische Chemikalien aus der Industrie vorzufinden sind. Tiefengrundwasser entspricht diesem Profil: Es befindet sich seit Jahrmillionen im Untergrund.

Mineralwasser

Das Besondere am Mineralwasser: es existiert in unterschiedlichsten Geschmacksvarianten.

Vor allem die zugesetzte Kohlensäure soll ein erfrischendes Gefühl des Prickelns hervorrufen. Dieser rein geschmackliche Aspekt ist jedoch zweitrangig. Wichtiger ist der funktionale: Kohlensäure macht das Wasser haltbar.

Was kaum einer weiß: Die chemische Beschaffenheit des Mineralwassers wird in der Mineral- und Tafelwasserverordnung (Min/TafelWV) geregelt. Für diese gelten weniger strenge Regeln als für die Trinkwasserverordnung (TrinkwV)!

Die Mineral- und Tafelwasserverordnung schreibt u.a. vor, dass das Wasser aus unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten Wasservorkommen, d.h. einer geschützten Quelle, stammen und ein amtliches Anerkennungsverfahren bestehen muss. Außerdem muss die Abfüllung direkt am Quellort erfolgen.

Mineralwasser wird in aller Regel künstlich gefördert, d.h. durch Pumpen an die Erdoberfläche gebracht. Dadurch werden die physikalischen Eigenschaften des Wassers weitestgehend zerstört. Demgegenüber kommt ein reifes, fertig gereinigtes und energetisiertes Wasser in der Natur von alleine ans Tageslicht.

 

Ein gutes Mineralwasser sollte einen pH-Wert über 7 besitzen und in einer dunkel gefärbten Glasflasche in Deutschland abgefüllt sein.

Auch ein Nitrattest ist mehr als sinnvoll, vor allem dann, wenn kleinere Kinder dauerhaft davon trinken.

Die Menge der angegebenen Mineralien sollte außerdem 300 mg/l nicht überschreiten.

Wässer mit einer solch sehr hohen Mineralisierung gelten in Deutschland als Heilwässer und haben den Status eines Arzneimittels. Aufgrund der sehr hohen Mineralisierung wird oftmals empfohlen nur mäßig davon zu trinken.

Trinkwasser

Trinkwasser kommt in Deutschland aus der Wasserleitung. Wie wir bereits gesehen haben, wird seine chemische Beschaffenheit in der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) geregelt.

Trinkwasser ist in diesem Sinne zwar chemisch „rein“, physikalisch jedoch tot: Lange, unter Umständen auch veraltete Leitungen und Leitungsdruck ebenso wie zweifelhafte Reinigungsmethoden zerstören jegliche natürliche Energie im Wasser.

Selbst die chemische Beschaffenheit des Wasser lässt sich kritisieren: Die Trinkwasserverordnung sieht für nur ca. 35 schädliche Stoffe Grenzwerte vor – bei weit über 100.000 synthetische Chemikalien. Entscheidend dabei: Ein Großteil dieser Chemikalien findet früher oder später den Weg in den Wasserkreislauf .

Hinzu kommt: Die Trinkwasserverordnung berücksichtigt bis jetzt noch keine Medikamentenrückstände.

 

Trotz dieser mehr oder weniger ungünstigen Ausgangslage bietet Trinkwasser die einzigartige Möglichkeit der chemischen, physikalischen und energetischen Nach- bzw. Aufbereitung – vorausgesetzt, die grundlegende Qualität stimmt!

Und das Beste: Trinkwasser ist kostenfrei!

 

Bevor wir uns in den kommenden Beiträgen mit den gängigen Nach- und Aufbereitungsmethoden beschäftigen, noch eine wichtige Bemerkung zum Abschluss: Vor der Anschaffung eines Wasseraufbereitungsgeräts sollte das Trinkwasser einer chemischen Analyse unterzogen werden. Im Rahmen dieser Analyse sollten die pH-, Leit- und Nitratwerte sowie die Gesamthärte und Elektrolyse des Wassers geprüft werden.

Ab einem Härtebereich von 3 sollte über Entkalkungsmaßnahmen nachgedacht werden. Darüber hinaus sollten die Nitratwerte 20 mg/l nicht übersteigen!

 

Mehr zu Vorgehensweise sowie zu den einzelnen Aufbereitungsmaßnahmen gibt es im Rahmen der nächsten Beiträge.

Bis dahin: Alles Gute Euch!
Carlos

Carlos

Carlos

Carlos trinkt seit vielen Jahren Grüne Smoothies und ist Blogger der ersten Stunde von GrüneSmoothies.de. Als ausgebildeter Ernährungs- und ganzheitlicher Gesundheitsberater sowie Personal Coach beschäftigt er sich intensiv mit den Zusammenhängen zwischen Ernährung und Gesundheit. Ihn zeichnet seine leidenschaftliche Skepsis und Neugierde aus, denn er will es meistens ganz genau wissen.
Carlos vertritt die Auffassung, dass „Ernährung die vielleicht wichtigste Variable zur Gesunderhaltung ist, auf die jeder Mensch am besten Einfluss nehmen kann.“ Grüne Smoothies sind für ihn ein wesentlicher Bestandteil einer gesunden Ernährung, weil sie den Körper natürlich, einfach und wirkungsvoll mit allem versorgen, was er für einen guten Start in den Tag braucht.

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