Kolloidales Wasser

Eingestellt von am 18.07.2013
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Bereits im letzten Artikel haben wir das Thema kurz angeschnitten: kolloidales Wasser. 

Heute schauen wir uns die Thematik etwas genauer an.

Kolloidales Wasser

Kolloidale Zustände

Am Anfang die Definition: Kolloidale Zustände zeichnen sich dadurch aus, dass ein Stoff in einem anderen Stoff nicht in Form einzelner Atome, Ionen oder Moleküle verteilt ist, sondern in Form größerer Komplexe von Teilchen. diese Komplexe können hunderte, Tausende oder Milliarden Teilchen umfassen.

Entscheidend dabei ist: Die fein verteilten Stoffe schweben und liegen als elektrisch neutrale Atom- oder Molekülzusammenballungen vor.

Die Verteilung dieser schwebenden Teilchen ist stabil, eine Entmischung erfolgt also in aller Regel nicht.

 

Von einer Suspension spricht man, wenn die Komplexe getrennt voneinander verteilt sind, von einer Emulsion (Gel), wenn sie – mehr oder weniger- miteinander vernetzt sind.

Im Gegensatz zu kolloidalen Zuständen liegt bei Dispersionen zwar eine feine, jedoch lediglich kurzfristige Durchmischung verschiedener Stoffe vor. Bei (echten) Lösungen hingegen spricht man nicht von unlöslichen, d.h. ungelösten Teilchen als Atom- oder molekülkomplexe, sondern von Teilchen als einzelne Atome, Moleküle oder Ionen.

Der Vollständigkeit halber: Die Übergänge zwischen den soeben beschriebenen Zuständen sind nicht als „fix“ anzusehen, sondern als fließend. ineinander übergehend.

Kolloidales Wasser

Auch Wasser liegt gewissermaßen als Kolloid vor: Seine einzelnen Moleküle verbinden sich Clustern, d.h. zu Komplexen unterschiedlicher Größe, Struktur und Form, die wiederum als Kolloid vorliegen.

Die blaue Farbe des Wassers ist diesem Zustand geschuldet.

Dadurch, dass Kolloide Grenzflächen gegenüber dem lösenden Medium bilden und eine andere Dichte besitzen, kommt es an diesen Grenzflächen zu Lichtbrechungen. Lichtwellen breiten sich kegelförmig aus.

Je größer die Wassermenge, desto sichtbarer der Effekt: Wasser (er)scheint blau.

Der englische Physiker John Tyndall hat diesen Effekt zum ersten Mal entdeckt und erklärt. Darum trägt er auch seinen Namen: „Tyndall-Effekt“.

Kolloide im Körper

Auch im Körper gibt es eine Reihe kolloider “Systeme„ – allesamt existenziell, d.h. lebenswichtig: Blut, Lymphe, Zell- Hirn- und Gewebsflüssigkeiten zählen u.a. dazu.

Wasser kommt im Organismus bei der Stabilisierung und Aufrechterhaltung der kolloidalen Zustände eine entscheidende Rolle zu.

Blut beispielsweise besteht in erster Linie aus Wasser. Und nur dann, wenn Blut im kolloidalen Zustand vorliegt, kann es seine Aufgaben erfüllen. Ist der kolloidale Zustand hingegen gestört, sind in erster Linie Stoff- und Sauerstofftransport betroffen. Dadurch werden nicht nur die Fließeigenschaften des Blutes beeinträchtigt, auch das Ausfällen sowie die damit verbundene Bildung von Ablagerungen wird gefördert. Kurzum: das gesamte Herz-Kreislaufsystem wird belastet. 

Hochwertiges Wasser mit kleinen Clustern, großer innerer Oberfläche und kleiner Tröpfchengröße, hohen Saugkräften und schadstofffrei, ist die beste Unterstützung für einen stabilen kolloidalen zustand in unseren Körperflüssigkeiten.

Kolloide als Lebenskraft

Kolloidale Zustände bilden eine außergewöhnliche „Schnittstelle“ des Lebens. Als Sonderform zwischen der Dispersion, bei der zwei Phasen getrennt voneinander vorliegen und sich über kurz oder lang wieder entmischen, und einer echten lösung, in der verschiedne Stoffe in eine Phase übergehen, liegen im Kolloid die gelösten Substanzen als begrenzte Einheiten im idealen Gleichgewichtszustand mit den sie umgebenden Stoffen vor.

Fast alle Aufnahme-, Lösungs-, Transport- und Ausscheidungsfunktionen unseres Körpers sind nur mit Hilfe kolloidaler Zustände möglich. 

Hinzu kommt: kolloidale Zustände verfügen neben den Aggregatzuständen fest, flüssig und gasförmig, zwei weitere „eigene“ charakteristische Zustandsphasen: den gelartigen und elastischen.

 

Festzuhalten bleibt: Für alle Organismen ist es notwendig, den kolloidalen Zustand zu erhalten. 

Vor allem durch Elektrolyte, d.h. Salze, Säuren und (!) Basen kann der kolloidale Zustand aus dem Gleichgewicht gebracht werden. Dies gilt es, z.B. durch die „richtige“ Ernährung, zu verhindern – oder, anders ausgedrückt: es gilt den Zustand des kolloidalen Gleichgewichts zu unterstützen. Auch durch die richtige Ernährung.

Besonders erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang die Wirkung von Säuren.

Säuren können den kolloidalen Zustand „verdichten“ und dadurch zur Koagulation (Gerinnung), d.h. kristallinen Mineralbildung beitragen. Im Volksmund: „Schlacken.“

Aus diesem Grund sollte auf Säuerndes im Übermaß verzichtet werden.

(Mehr zum Thema des Säure-Basen-Gleichgewichts gibt es sehr bald in einem Spezial.)

 

Soviel zum Thema kolloidales Wasser.

Soviel für heute!

 

Bis zum nächsten Mal!

Dann gehen wir der Frage nach, ob Wasser ein Gedächtnis besitzt …

 

Liebe Grüße!
Carlos

Carlos

Carlos

Carlos trinkt seit vielen Jahren Grüne Smoothies und ist Blogger der ersten Stunde von GrüneSmoothies.de. Als ausgebildeter Ernährungs- und ganzheitlicher Gesundheitsberater sowie Personal Coach beschäftigt er sich intensiv mit den Zusammenhängen zwischen Ernährung und Gesundheit. Ihn zeichnet seine leidenschaftliche Skepsis und Neugierde aus, denn er will es meistens ganz genau wissen.
Carlos vertritt die Auffassung, dass „Ernährung die vielleicht wichtigste Variable zur Gesunderhaltung ist, auf die jeder Mensch am besten Einfluss nehmen kann.“ Grüne Smoothies sind für ihn ein wesentlicher Bestandteil einer gesunden Ernährung, weil sie den Körper natürlich, einfach und wirkungsvoll mit allem versorgen, was er für einen guten Start in den Tag braucht.

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