Pioniere der Wasserforschung

Eingestellt von am 29.08.2013
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Mit dem heutigen Artikel endet unsere Reihe zum Thema Wasser.

Zum Abschluss möchten wir Euch drei Pioniere der Wasserforschung vorstellen, die aus ganz unterschiedlichen Beweggründen den Weg zum Wasser gefunden haben und durch ihre Beschäftigung mit der Thematik Wasser einzigartiges geschaffen haben.

Diese stellvertretende, sehr subjektive Auswahl umfasst Viktor Schauberger, Jacques Benveniste und Masaru Emoto.

Viktor Schauberger

Viktor Schauberger ist ein echtes Vorbild.

Der österreichische Förster und Erfinder, erforschte nicht weniger als die Natur. Und das tat er „durch richtiges Hinschauen, mit Muße, offenen Augen und freiem Geist“. Zeitgenossen sagten ihm nach, er habe mit Wasser zaubern können …

Schauberger wurde 1885 im österreichischen Teil des Böhmerwalds geboren und wächst in einer Familie mit langer Forstmannstradition auf. Auch er wird Förster.

Erste Bekanntheit erreichte er durch seine Holzschwemmanlagen, mit denen es gelang selbst größte Baumstämme problemlos zu Tal zu bewegen.

Die Inspiration für seine Art Wasser zu führen holte er sich direkt beim Wasser und dessen Bewohnern. Forellen beispielsweise begeistern ihn, da sie regungslos, selbst in reißenden Bächen, verweilen können. Auch Schlangen, die ohne Flossen oder Schwimmhäute, allein durch die kombinierte horizontale und vertikale Mäanderbewegung pfeilschnell durch das Wasser gleiten, inspirieren ihn.

Schon bald beginnt er Artikel in der damals führenden Fachzeitschrift „Die Wasserwirtschaft“ zu veröffentlichen.

Und er inspiriert. Universitätsprofessoren genauso wie regierende Fürsten.

 

Sein Hauptaugenmerk legt Schauberger auf den Kreislauf des Wassers. Diesen natürlichen Wasserkreislauf ahmt er in einer wohnzimmerschrankgroßen Apparatur nach. Es ist die wohl weltweit erste ihrer Art. Und Schauberger damit der Erfinder der Wasserbelebung – oder wie er sie nennt: der Wasserveredelung.

Was Schauberger wirklich auszeichnet ist seine ganz besondere Philosophie, wonach es gelte die Natur zu verstehen, um von ihr zu lernen. Erst kapieren, dann sinngemäß kopieren. Er nennt es eine strikt an „Natur orientierte Technik“. Alle Erfindungen Schaubergers sind Ausdruck dieser Philosophie.

Das gilt natürlich auch für den Flussbau. Nach Schauberger „reguliert man einen Fluss nicht von außen, sondern von innen, durch naturgerechte Führung des Mediums selbst“. Diese Regulierung von innen glückt tatsächlich, Otmar Grober, ein steirischer „Wassermeister“ z.B. reguliert Flüsse auf Basis der von Schauberger entdeckten Prinzipien. Dazu baut er am Grund von Flüssen mittels Steinen und Felsblöcken exakt geplante Spiralen, Trichter und Pendelrampen ein. Im Ergebnis entsteht dadurch ein ausgesprochen effektiver Hochwasserschutz, ohne das Ufer teuer verbauen zu müssen.

Wer mehr von Viktor Schauberger erfahren möchte, dem seien folgende sehr inspirierende Bücher bzw. DVDs ans Herz gelegt:

  • Viktor Schauberger: „Das Wesen des Wassers“.
  • Viktor Schauberger: „Unsere sinnlose Arbeit“.
  • DVD: „Die Natur kapieren und kopieren“. Ein Film von Franz Fitzke.

Jacques Benveniste

Jacques Benveniste (1935 – 2004) hatte mit Wasser eigentlich gar nichts am Hut. Benveniste war französischer Mediziner (studierte und promovierte mit Auszeichnung an der medizinischen Fakultät in Paris) und Immunologe.

Als er 1984 zum Direktor des Laboratoriums für Immunologie berufen wird, beginnt er sich mit der Wirkweise von in Wasser gelösten Substanzen zu beschäftigen. Genauer: Benveniste untersuchte die Immunreaktion in speziellen weißen Blutzellen, die an ihrer Oberfläche Immunglobuline vom Typ IgE tragen. Werden diese Immunglobuline mit einem anderen Serum, das Antikörper gegen das IgE enthält, in Kontakt, kommt es wie erwartet zu einer heftigen Zellreaktion. Im Rahmen dieser Reaktion sondert die Zelle sogenannte „Granula“, winzige Körperchen, an den Zellmembranen nach draußen. Diese Körperchen verfärben sich dabei. Die Reaktion ist also gut sichtbar.

Und jetzt klopfte der Zufall an der Tür. Eines Tages nämlich, so erzählte es Benveniste, kam seine technische Assistentin ins Zimmer und sagte: „Ich habe einen Fehler gemacht, ich habe zu viel verdünnt, aber es funktioniert trotzdem.“

Benveniste glaubte zunächt gar nichts, denn schließlich könne bei diesem Grad der Verdünnung nur noch von Wasser die Rede sein. Also wurde weiter verdünnt, um zu beweisen, dass es nicht gehe.

Aber es ging.

Zunächst wurde die Lösung zehn zu eins verdünnt. Und es ging. 

Anschließend wurde noch weiter verdünnt.

Immer und immer weiter.

Bis zu einer Verdünnung von 10 hoch 120 (!).

Ein Vergleich: Bis dieser Verdünnung würde nicht mal mehr das Weltmeer auch nur einziges Molekül des Ausgangsstoffs enthalten … und doch: die Granula verfärbte sich noch immer.

Benvensite konnte es nicht fassen.

Also forschte er weiter. Er und weitere Teams in Frankreich, Israel, Italien und Kanada.

Um möglichst alle Fehlerquellen auszuschließen, forschte Benveniste und sein Team mit „Doppel-Blind-Versuchen“. Hierbei wußten weder der Experimentator noch der Auswerter, um welchen Verdünnungsgrad es sich jeweils handelte.

Das Ergebnis war immer gleich. Die Granula verfärbte sich und das obwohl die Zahl der auslösenden IgE-Moleküle auf den millionsten Teil herabgesetzt wurde. d.h. kein Stoff mehr nachweisbar war. 

 

Zwei Jahre lang forschten Benveniste und sein Team weiter bis sie sich dazu entschlossen, die Ergebnisse zu veröffentlichen.

Nicht irgendwo, sondern standesgemäß in der  Fachzeitschrift „Nature“.

Es war nicht das erste Mal, dass Benveniste in „Nature“ veröffentlichte, aber es war das erste Mal, dass er Besuch bekam. Dieser Besuch blieb eine Woche, führte selbst (erfolgreiche) Experimente durch, bevor er wieder entschwand.

Nach den Untersuchungen in Benvenistes Labor wurde der Artikel in „Nature“ veröffentlicht. Darin war nun nachzulesen: Die Verdünnungs-Experimente seien allesamt gefälscht.

Benveniste war vor den Kopf gestoßen. Er wehrte sich mit allem, was er hatte.

Und war trotzdem chancenlos.

In einem Interview sagte er später: Die Untersucher waren wirklich beeindruckt, aber sie sagten, dass sie es nicht verstehen könnten. Und aus diesem Grund könne das so nicht veröffentlicht werden. Wahrheit hin, Wahrheit her …

 

Was war eigentlich passiert? Was war so schlimm?

Nun, Benveniste hatte mit einen Experimenten nachgewiesen, dass Informationen im Wasser wirken, ohne das entsprechende Moleküle vorhanden sein müssen!

Es ist diese Tatsache die für immer mit seinem Namen in Verbindung gebracht werden wird.

Und leider auch: die völlige Diskreditierung eines – bis dato übrigens streng konservativen Schulmediziners und Forschers.

 

Noch eine Anmerkung meinerseits: Die Experimente von Benveniste fanden natürlich „in-Vitro“, also im Labor statt, nicht „in-Vivo“. Wie diese grundlegenden Prinzipien innerhalb eines komplexen Gesamtorganismus wirken, dass wiederum weiß niemand …

Apropos: Ein Name, der hier ebenfalls nicht ungenannt bleiben sollte: Prof. Dr. Bernd Kröplin. Auch er hat sich mit, so nennt es Wikipedia wortwörtlich: „fachfremdem und nichtwissenschaftlichen Wirken“ hervorgetan. Schließlich traut auch er dem Wasser ein „Gedächtnis“ zu. Unerhört soetwas …

Masaru Emoto

Emoto – auf diesen Namen trifft man früher oder später garantiert, wenn man sich mit der die Thematik „Wasser und Information“ oder besser: „Wasser als Informationsspeicher“ beschäftigt.

Den Einen gilt er als Heilsbringer, den anderen als Pseudowissenschaftler.

Dazwischen liegt – wie immer – die Wahrheit.

 

Kommen wir zunächst zu dem Unzweifelhaften: Emoto hat wunderschöne Bilder von Wasserkristallen gemacht. 1997 gelang Emoto bei einer 400-fachen Vergrößerung  das erste Foto eines kristallierten Wassertropfens unter dem Mikroskop. In den darauf folgenden Jahren machte er zehntausende weitere, durchweg beeindruckende Fotos.

Seine These: Bei gutem Wasser baut das Kristall auf einem Sechseck auf, bei schlechtem Wasser ist es kaum in der Lage ein solches Kristall zu bilden. Im Gegenteil: Es entstehen völlig verzerrte, missgebildete Formen. Unschön.

Während diese These von wissenschaftlicher Seite weitestgehend akzeptiert wurde, begab er sich mit der darauf aufbauenden zweiten These in zweifelhafte Regionen. Sie lautet: Wasser speichert Informationen. Dazu bespielte er die gleichen Wasserproben mit unterschiedlicher Musik und stellte fest: Klassische Musik erzeugt formvollendete Kristalle, Rockmusik das Gegenteil.

Das war aber noch nicht alles: In weiteren Versuchsreihen besprach Emoto das Wasser mit segnenden Worten bzw. Flüchen und konfrontierte es mit „guten“ (z.B. Gott, Engel, Liebe) wie auch „schlechten“ Wörtern (z.B. Teufel, Hass, Böse), in dem er sie an die Wasserproben heftete. Das Ergebnis war immer gleich: Formvollendete Kristalle bildeten sich immer nur, wenn das Wasser mit „guten“ Informationen „geimpft“ wurde, bei „schlechten“ Informationen hingegen entstanden nichts als Missbildungen.

Klar ist: Jeder „konservative“ Wissenschaftler musste mit solchen Aussagen Probleme bekommen. Der Grund: Aus rein chemischer Sicht sind die Bindungen von Wassermolekülen untereinander, die sogenannten Wasserstoffbrücken, nicht stabil genug, um überhaupt Informationen aufnehmen und abbilden zu können. Aunder ausgedrückt: Sie ändern sich „ruckzuck“, innerhalb einer Pikosekunde, d.h. einer Millionstel einer Millionstel Sekunde. Rasend schnell also. Zu schnell, um aus konservativer Sicht irgendeinen Informationseffekt auslösen zu können.

Der zweite Kritikpunkt: Die Versuche Emotos sind nicht reproduzierbar. Viele haben es versucht, geglückt ist es bisher keinem.

Was ich von dieser strikt konservativen Sichtweise halte könnt Ihr hier nachlesen.

Allerdings hat sich auch Emoto nicht mit Ruhm bekleckert, denn bis heute verweigert er die Herausgabe aller Daten.

Und das ist ein sehr schwerwiegender Vorwurf, denn Täuschung ist damit „Tür und Tor“ geöffnet: „Unliebsame“ Daten, d.h. Bilder, die der eigenen Aussage entgegenstehen, sie also nicht stützen, werden auf diese Weise einfach totgeschwiegen. Die Theorie überlebt.

Ein durchaus gängiges Mittel bei unglaublich vielen wissenschaftlichen Studien …

(Das letzte prominente Beispiel aus dem Ernährungssektor: die „China-Study“ von T. Colin Campbell.)

 

Wie auch immer: Macht Euch Euer eigenes Bild …

Was von Emoto in jedem Fall bleibt sind nicht nur wunderschöne Bilder kristalliner Formen, es ist vor allem eine neue Sichtweise auf das Thema Wasser.

Und das Wasser sehr wohl als Informationsspeicher wirken kann, haben wir in dieser Reihe bereits fest gestellt.

 

Und damit kommen wir nun endlich zum Ende dieser Reihe!

Ich hoffe sie konnte Euch inspirieren: zu einem „neuen“ Umgang mit dem Thema Wasser …

Alles Liebe!
Carlos

Carlos

Carlos

Carlos trinkt seit vielen Jahren Grüne Smoothies und ist Blogger der ersten Stunde von GrüneSmoothies.de. Als ausgebildeter Ernährungs- und ganzheitlicher Gesundheitsberater sowie Personal Coach beschäftigt er sich intensiv mit den Zusammenhängen zwischen Ernährung und Gesundheit. Ihn zeichnet seine leidenschaftliche Skepsis und Neugierde aus, denn er will es meistens ganz genau wissen.
Carlos vertritt die Auffassung, dass „Ernährung die vielleicht wichtigste Variable zur Gesunderhaltung ist, auf die jeder Mensch am besten Einfluss nehmen kann.“ Grüne Smoothies sind für ihn ein wesentlicher Bestandteil einer gesunden Ernährung, weil sie den Körper natürlich, einfach und wirkungsvoll mit allem versorgen, was er für einen guten Start in den Tag braucht.

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3 Kommentare

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Zu Artikel 20 - Pioniere der Wasserforschung:

? Meine Frage: Was ist mit Johann Grander? Der ist hier gar nicht erwähnt. Mir wurde gesagt, dass er als DER Wasserpionier gilt.

Seine Belebungsgeräte gibt's schon seit 1979. Und diese sind offensichtlich weltweit erfolgreich im Einsatz sowohl in privaten als auch in industriellen Bereichen. Schau mal rein: http://www.grander.com

Carlos

Hallo Elba!

Grander ist SUPER und sehr umstritten.
Meine Kritik: Die Geräte sind völlig überteuert. Darauf will ich ja die ganze Zeit im Rahmen dieser Artikelreihe hinaus: Keep it SIMPLE. Keiner sollte / muss soviel Geld für ein Vitalisierungsgerät ausgeben.

Liebe Grüße!
Carlos

yes! hab schon gesehen, muss öfters hierher kommen zum Unterricht 🙂

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