Trenddiäten und alternative Ernährungsformen 5: Steinzeitdiät

Eingestellt von am 25.09.2013
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Heute wird’s persönlich. Denn nach Vegetarismus, Rohkost, Ayurveda und Trennkost geht es heute um die Steinzeitdiät.

Steinzeit- oder besser Paleo-Ernährungs- und Lifestyle-„Richtlinien“ kenne ich aus eigener Erfahrung nur zu gut.

Diese Erfahrungen sind nun fast vier Jahren jung.

Dabei ging der Paleo-Ernährungsstil Hand in Hand mit einem sehr fitness-orientierten Lebensstil. Soll heißen: HI(I)T-Training, Crossfit- und Kettlebell-Übungen nach einem (aus heutiger Sicht) „martialisch“ anmutendem Plan.

Dazu gleich mehr …

Paleo- und Steinzeitdiät

Grundsätze

Paleo- oder Steinzeitdiät orientieren sich an den Ernährungsgewohnheiten unser Vorfahren zur Steinzeit.

Damals war der Mensch vor allem Jäger und Sammler, also (noch) nicht sesshaft. Aus diesem Grund standen ihm Lebensmittel aus Getreide „nicht“ zur Verfügung.

So jedenfalls will es die Theorie.

Ob es wirklich so war, weiß keiner so genau. Aber das ist auch nicht wirklich wichtig.

Wichtig ist: Wer sich nach Paleo-Richtlinien ernährt verzichtet freiwillig auf fast alles, was gemeinhin als ungesund bzw. gesundheitsschädlich gilt. Dazu zählen – logischerweise – sämtliche verarbeiteten, und d.h. denaturierten Lebensmittel sowie Getreide- und Milchprodukte.

Übrig bleiben: Tierische Produkte, vor allem Fleisch und Wurstwaren, Gemüse, Obst, Nüsse, Samen und Kräuter.

 

Auch Paleo ist natürlich nicht gleich Paleo.

Es gibt die unterschiedlichsten Auslegungen. So stehen Paleos, die reichlich Milchprodukte verzehren jene gegenüber, die den Konsum komplett ablehnen.

 

Der kleinste gemeinsame Nenner aller Paleos ist folgender: Eine im Vergleich zum Normalesser deutliche Reduktion des Kohlehydratkonsums.

Vor allem dieser Fakt ist es, der neben der soeben erwähnten Eliminierung aller denaturierten Produkte, dafür sorgt, dass durch eine konsequente Anwendung von Paleo-Richtlinien, die Pfunde purzeln.

Dahinter steckt letztlich nichts anderes als eine Kalorienreduktion – und das obwohl der Fettkonsum im Vergleich zum Durchschnittsesser stark ansteigt.

 

Soweit. So gut?

Ernährungsphysiologische Bewertung

Beginnen wir mit einem Blick zurück.

Mein Paleo-Experiment dauerte genau sechs Monate und war geprägt von viel Fleisch, viel Nuss, aber glücklicherweise und durchaus untypisch: VIEL GRÜN. Interessanterweise endete mein Paleo-Experiment, nicht etwa abrupt, sondern gewissermaßen im „geordneten Rückzug“, zeitgleich mit der Entdeckung Grüner Smoothies.

Ein Grund: Mit den Grünen Smoothies begann eine völlig veränderte körperliche Wahrnehmung. 

Waren es vorher vor allem Konzepte, die mich zu diesem oder jenem Lebensmittel greifen bzw. nicht greifen ließen, begann nun plötzlich eine „innere Stimme“ zu sprechen. Nennen wir es Körperintuition.

Hinzu kam das, was Christian Opitz als „Befreite Ernährung“ bezeichnet.

Beides zusammen beendete das Experiment Paleo schließlich.

 

Bevor wir uns den negativen Aspekte zuwenden, erst einmal zu den positiven Aspekten:

  • die Reduktion von verarbeiteten Nahrungsmitteln,
  • der Verzehr von Gemüsen, Salaten und Obst – idealerweise in roher Form,
  • der Verzicht auf gehärtete Fette,
  • die Nutzung (roher) gesättigter Fette (Butter, Sahne),
  • die weitgehende Meidung von ungesättigten Pflanzenölen.
  • der Verzicht auf Zwischenmahlzeiten.

Und nun also zu den negativen Aspekten.

An erster Stelle rangiert hier der VIEL ZU HOHE Konsum tierischer Produkte, vor allem von Fleisch- Milch- und Wurstwaren – mit allen daraus resultierenden potentiellen gesundheitlichen Risiken.

(Dazu passt, aber dies nur am Rande: Einer der „Ur-Väter“ einer extrem fettreichen und kohlehydratarmen Diät, Robert C. Atkins, wog, als er im Alter von 72 Jahren an Komplikationen in Folge eines Kopftraumas starb, laut dem veröffentlichten Autopsiebericht 117 kg – und das bei einer Körpergröße von 1,82 m! Im selben Autopsiebericht finden sich Angaben zur Krankengeschichte von Atkins: Myokardinfarkt, Herzinsuffizienz und Bluthochdruck …)

 

Wer ist mit dem Paleo-LIFEstyle ernst nimmt, der MUSS darauf achten, dass er nach biologischen Richtlinien erzeugte Fleischprodukte kauft. (VIEL) besser noch: Wildprodukte.

Alles andere ist Augenwischerei und – mal wieder – viel zu kurz gedacht: Fleisch aus dem normalen Supermarkt hat mit dem Fleisch natürlich lebender Wildtiere NICHTS, aber auch GAR NICHTS gemein: Das betrifft nicht nur das deutlich geringer Vitalstoffspektrum, es betrifft vor allem die durch hohen Fleischverzehr aufgenommene, völlig unnatürliche Menge an Omega-6-Fettsäuren. Ein Ergebnis der Mästung von Tieren in der Massentierhaltung. Diese nämlich bekommen vor allem ein Futter, um schnell und kräftig zu wachsen: Soja und Mais. 

Neben diesem völlig unnatürlichen Futter kommen Medikamente und weitere wachstumsfördernde Mittel hinzu. Das und VIELES MEHR machen Fleisch aus konventioneller Tierhaltung zu einer „Apotheke mit Tombola-Charakter“ …

Darüber hinaus vergessen bzw. verschweigen die meisten Paleos, dass die heutige Lebens-, also nicht Ernährungsweise rein GAR NICHTS mit derjenigen unserer Vorfahren zu tun hat. In aller Deutlichkeit: Die heutige weitgehend sitzende Lebensweise mit etwas Ausgleichssport ist viel weniger geeignet, die durch hohen Konsum tierischer Produkte anfallende Konzentrationen an Purinen und Histaminen auszugleichen.

Diesen Fakt ernst nehmend ist man fast schon „gezwungen“ eine „martialische“ Art des Ausgleichs zu wählen. Seien es Crossfit-, HIIT- oder Kettlebell-Training. Und die hier genannten Möglichkeiten gehören rundweg zu den empfehlenswerteren Arten sportlicher Ertüchtigung …

BITTE NICHT FALSCH VERSTEHEN: Crossfit-, HIIT- oder Kettlebell-Training stellen durchaus positiv zu beurteilende „Sportsysteme“ dar, meistens allerdings nähren sie einseitig das, was in taoistischen Systemen als „verzehrendes Feuer“ bezeichnet wird: eine rein yang-orientierte, auf Verausgabung, Härtung und Äußerlichkeit ausgerichtete Körperertüchtigung, die das eigene Leben ganz sicher nicht verlängert, sondern vielmehr verkürzt.

Ich spreche hier aus Erfahrung. Und natürlich kann und muss hier jeder seine ganz eigene Erfahrung sammeln.

 

Der zweite Aspekt, der bei fast allen Paleos zu kurz kommt, ist der VIEL ZU GERINGE Anteil von Grün, vor allem: von wildem Grün. Wer es also ernst nimmt mit der Steinzeit, der kommt um das sammeln von Wildkräutern nicht herum …

Keinen meiner Klienten, die sich an Paleo ausprobiert haben, war dieser Aspekt überhaupt bewusst.

Und genau hier kommen Grüne Smoothies ins Spiel: Sie sind die ideale „Nahrungsergänzung“ für jeden Paleo, da sie die Farbe „ins Spiel bringen“ und alle damit verbundenen einzigartigen Vorteile.

Natürlich kann man Wildkräuter auch als Salat verzehren. Nur zu! Oft genug allerdings habe ich erlebt, dass Wildkräuter ganz schnell wieder vom Speiseplan verschwinden, „wer tut sich das schon an!“ bekommt man zu hören, denn Wildkräuter sind alles andere als leichte Kaukost. Kein Wunder: Zwischen der Beißkraft des modernen Menschen und eines steinzeitlichen Jägers und Sammlers liegen Welten.

 

Der dritte und letzte nicht zu unterschätzende negative Aspekt: Stress. 

Wer dauerhaft auf Kohlehydrate und Süßes verzichtet, der verzichtet buchstäblich auf die süße Seite des Lebens.

Leben aber sollte mehr sein als ein Kampf ums Überleben. Das mag jetzt reichlich übertrieben klingen, aber auch hier spreche ich aus eigener Erfahrung: Wer sich Süßem rigide verweigert, der tut dies in aller Regel nicht nur auf dem Teller. Und das sieht und spürt man. In der Wirkung nach Außen. Im Gesichtsausdruck. Im Verhalten.

Fazit

Kurzum: Wer sich nach Paleo-Richtlinien ernähren möchte, der muss – möchte er langfristig gesund bleiben – auch einen nachhaltigen Paleo-LEBENSstil entwickeln. Wer also „A sagt, muss auch B sagen“. Und genau hier beginnt meist die „Quadratur des Kreises“.

Trotzdem: Wer diese Art von Diät ausprobieren möchte, sollte seinen Speiseplan in jedem Fall mit Grünen Smoothies ergänzen. Sie stellen eine ideale, richtlinienkonforme Ergänzung dar!

Außerdem sollte der hohe Konsum tierischer Produkte hinterfragt werden. Nicht nur aus ethischer, vor allem aus gesundheitlicher Sicht.

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Wer geschmackvoll gesunde grüne Smoothies selbst machen und zubereiten möchte,  der benötigt – über kurz oder lang – einen Hochgeschwindigkeitsmixer.

Solltet Ihr Interesse an einem hochwertigen Turbomixer der Marken Bianco, Revoblend oder Vitamix haben, dann besucht unseren Shop. Hier findet Ihr die besten Mixer zur Zubereitung grüner Smoothies!

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Und wer wissen möchte, wo die Unterschiede, d.h. Stärken und Schwächen der einzelnen Mixer liegen, der wirft einen detaillierten Blick auf unseren Mixervergleich.

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Soviel für heute!

Bis dahin!
Carlos

Carlos

Carlos

Carlos trinkt seit vielen Jahren Grüne Smoothies und ist Blogger der ersten Stunde von GrüneSmoothies.de. Als ausgebildeter Ernährungs- und ganzheitlicher Gesundheitsberater sowie Personal Coach beschäftigt er sich intensiv mit den Zusammenhängen zwischen Ernährung und Gesundheit. Ihn zeichnet seine leidenschaftliche Skepsis und Neugierde aus, denn er will es meistens ganz genau wissen.
Carlos vertritt die Auffassung, dass „Ernährung die vielleicht wichtigste Variable zur Gesunderhaltung ist, auf die jeder Mensch am besten Einfluss nehmen kann.“ Grüne Smoothies sind für ihn ein wesentlicher Bestandteil einer gesunden Ernährung, weil sie den Körper natürlich, einfach und wirkungsvoll mit allem versorgen, was er für einen guten Start in den Tag braucht.

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2 Kommentare

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Es gilt immer: Probieren geht über studieren.

Etwas Neues sollte nicht gleich schlecht geredet werden, nur weil es mit den allgemeinen Vorstellungen nicht übereinstimmt.

Ich esse seit mehreren Monaten Paleo und vermisse weder etwas Süßes noch muss ich extreme Sportarten betreiben.

Durch Paleo fühle ich mich gut, meine Blutwerte sind super, ich habe keine Heißhunger-Attaken und ich ernähre mich viel gesünder.

Also: Nicht alles glauben, was im Internet steht!

Katharina von GrüneSmoothies.de
Katharina von GrüneSmoothies.de

Hallo, natürlich ist es am besten, jeder probiert aus und schaut, was ihm am besten tut. Wenn Dir Paleo gut tut und Du nichts vermisst, ist das toll. Carlos, der Autor des Artikels, hat im Probieren eben für sich feststellen müssen, dass Paleo in der vollen Ausführung nichts für ihn ist und kann dies natürlich dann auch kundtun. Die persönliche Erfahrung jedes Einzelnen ist ja nicht als etwas Allgemeingültiges zu betrachten, sondern eben einfach als subjektives Erlebnis. Und das kann jeder für sich selbst und eben auch anders erfahren. Liebe Grüße Katharina.

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