Kokosnuss

Eingestellt von am 08.05.2014
coconut

Die Kokosnuss
Coconut / Noix de Coco / El Coco / Cocco

Ein Geschenk von Mutter Natur.

Meine Liebe zur Kokosnuss – wie alles begann

Vor etwa drei Jahren habe ich die Kokosnuss für mich entdeckt. Seitdem ist sie täglicher Bestandteil meiner Ernährung, und ich bin mir sicher, dass es euch nach dem Lesen dieses Artikels ähnlich gehen wird. Auf jeden Fall gibt es viele gute Gründe, die Kokosnuss zu lieben!

Aus meiner Kindheit kenne ich Kokosnuss nur in Form von Bounty oder den großen, weißen und festen Kokosstücken, die man auf dem Jahrmarkt kaufen konnte. Ich erinnere mich, sie waren so hart, dass ich nach dem Kauen oft meine Kiefermuskulatur spüren konnte. Mein Vater liebte sie sehr. Ich fand sie spannend, mochte sie aber nicht wirklich gern. Meine Oma benutze Kokosfett öfter zum Backen oder als Bestandteil von Kuvertüre. Kokosfett sah in der silbrigen Verpackung gut aus, konnte aber überhaupt nicht halten, was es versprach. Ich glaube heute hat es noch die gleiche Verpackung wie früher. Ein Bestandteil von industriell hergestelltem Gebäck ist es immer noch. Aber: Finger weg davon! Diese Fett sind gehärtet und bestehen aus den überaus toxischen Transfettsäuren – Gift für unseren Körper.

Zum Glück hat sich die Ernährung in dieser Hinsicht weiterentwickelt. Bounty & Co gibt es zwar immer noch, zusätzlich hat man aber den Wert von rohen gesättigten Fetten wiederentdeckt. So gibt es heute eine große Auswahl an Kokosprodukten in erstklassiger Qualität. Ganz abgesehen von den vielen Verwendungsmöglichkeiten und der gesundheitlichen Vorzüge, ist der Geschmack frischer, junger Kokosnüsse und -produkte einfach phänomenal.

Das Kokoswasser, welches junge Kokosnüsse enthalten, ist von Natur aus ein isotonischer Durstlöscher. Es ist klar und schmeckt sanft süßlich – ich kenne nichts Vergleichbares, nichts, dass so natürlich frisch und lebendig schmeckt. Das Fruchtfleisch dieser jungen Kokosnüsse ist sehr zart und ein wenig glibbrig, süßlich-exotisch im Geschmack. Eine echte Delikatesse. Kein Wunder also, dass die Kokosnuss in ihrer Heimat ein so beliebtes Grundnahrungsmittel ist.

Ein Lieblingsrezept

Hier erstmal eines meiner Lieblingsrezepte:

  • 2 Esslöffel Kokosnuss
  • 1 große reife Banane
  • den Saft einer haben Zitrone
  • etwas Honig zum Süßen
  • mit Vanille oder Zimt abschmecken oder mit Kakao bestäuben
  • nach Belieben Maca oder Lucuma dazu geben

Mixen – fertig!

Macht satt und glücklich. Wer’s noch dicker und nahrhafter möchte, kann andere Superfoods, Obst, Hanf- oder eingeweichte Chiasamen untermischen oder gleich mit in den Mixer geben.

Die Palme

Die Kokosnuss kommt von der Kokospalme (Cocos nucifera). Sie wächst in den feuchtwarmen Tropen, liebt es warm und ist natürlich sehr frostempfindlich. Da jedes Kind weiß, wie eine Palme aussieht, werde ich diesmal nicht weiter auf das Äußere eingehen. Bei Einheimischen wird die Kokospalme übrigens nicht nur wegen des köstlichen und wohltuenden Inhalts ihrer Früchte, sondern auch wegen ihres Holzes und ihrer Palmblätter geschätzt. Jeder, der schon einmal in einer Kokospalmengegend war, weiß, wie sie die Landschaft und das allgemeine Bild prägen. Und dies seit Tausenden von Jahren auf ganz wunderbar natürliche Art und Weise: Die großen, kräftigen Blätter werden als Dachbedeckung genutzt oder zu Matten und Körben geflochten, aus dem Holz werden Häuser oder Boote gebaut und die Schalen finden als Brennmaterial Verwendung. Wenn das nicht nachhaltig ist. Mit diesen vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten gehört die Kokospalme zu den größten Nutzpflanzen auf diesem Planeten.

Die Kokosnuss und Kokosprodukte

Junge Kokosnüsse sind ein wunderbares Nahrungsmittel. Die haarigen, braunen Kokosnüsse, die wie kleine zusammengerollte Tiere aussehen, sind zwar weit verbreitet, aber wenig empfehlenswert. Auf den pazifischen Inseln gibt es Affen, die sich zum Großteil von Kokosnüssen ernähren. Mit den alten braunen Nüssen, spielen sie aber nur Fußball und würden nie auf die Idee kommen diese zu essen.

Junge Kokosnüsse, aufgrund ihrer spitz zulaufenden, an eine Pagode erinnernde Form, auch Pagaoden-Kokonüsse genannt, sind sehr hochwertig und bei uns in asiatischen Lebensmittelläden erhältlich. Wenn man die Möglichkeit hat, auf diese zurückzugreifen, kann man sich hin und wieder ein wunderbares, einzigartiges Geschmackserlebnis gönnen. Mittlerweile gibt es auch einen Versand für Kokosnüsse, den ich persönlich nicht nutze. Ich unterstütze lieber den kleinen Thailaden um die Ecke. Wer sich beliefern lassen möchte, kann bei www.tropenkost.de oder www.coconow.de fündig werden und sich den 9er-Pack für um die 30€ nach Hause liefern lassen.

Einfacher und auch umweltfreundlicher ist es allerdings, Kokosmus, Kokosöl sowie Kokosraspel zu kaufen. Diese Produkte sind sehr lange haltbar, so dass man sich mit Nachschub bevorraten kann. In Rohkostqualität sind sie fast so gut wie die Originalnuss und zudem noch preiswerter. Allerdings ist es auch hier wieder sehr wichtig und ratsam, auf biologische Produkte in Rohkostqualität zu achten. Nur diese enthalten die wertvollen Inhaltsstoffe und sind frei von giftigen Chemikalien und Pestiziden.

Wir von Grüne Smoothies haben uns für die Kokosprodukte von Dr. Goerg entschieden. Die Produkte von Dr. Goerg sind zur Zeit die qualitativ hochwertigsten Produkte auf dem europäischen Markt. Seine Kokosnüsse kommen ausschließlich aus fairen Projekten mit denen die soziale Absicherung der Kokosnussbauern gesichert ist. Sie sind erntefrisch, nicht raffiniert, desodoriert, gehärtet oder gebleicht, natürlich, frei von Konservierungsstoffen, künstlichen Aromen, Farbstoffen und Stabilisatoren. Und natürlich frei von jeder Gentechnik. Mittlerweile gibt es auch andere Anbieter von Kokosprodukten, doch wir haben niemanden gefunden, der uns mit ähnlicher Qualität überzeugen konnte. Wer was weiß, kann uns gerne Bescheid geben. Wenn ich nicht selbst zu 100% von Dr. Georg Produkten, und übrigens auch allen anderen Superfood-Produkten unserer Hausmarke LOVE&TRUTH, überzeugt wäre, würde ich nicht darüber schreiben.

Rezeptideen mit Kokosmus und -milch

Aufgrund ihres hohen Anteils an rohen, gesättigten Fetten sind Kokosmus und Kokosöl eine gesunde Bereicherung für jeden ernährungsbewussten Menschen. Kokosmus ist noch wertvoller als Kokosöl, weil es alle wertvollen, essbaren Bestandteile der Kokosnuss enthält. Kokosmus erinnert geschmacklich an ein Dessert, etwas, das man glaubt, sich verkneifen zu müssen, weil es einen Haken hat. Hat es aber nicht! Kokosmus versüßt und verfeinert wirklich alles. Es ist so köstlich und dabei soooo gesund. Aus Kokosmus und gefiltertem, vitalisierten Wasser kann man eine wunderbare Kokosmilch herstellen. Die Sämigkeit der Milch hängt natürlich entscheidend von der verwendeten Menge Kokosmus ab.

Eine noch dichtere Konsistenz bekommt die Milch, wenn man sie mit Nussmilch (Mandel, Haselnuss, Paranuss) zubereitet. Diese einfache, ungesüßte Kokosmilchvariante eignet sich auch hervorragend für die Zubereitung von Soßen und Suppen. Wer es süßer mag, kann der Kokosnuss-Mandelmilch auch Datteln oder Honig zufügen und diese wunderbar cremige Milch mit Zimt, Kardamon oder Vanille abschmecken. Lecker!!! Diese „upgrade“ Variante ist mehr eine Mahlzeit als ein Getränk. Wenn man zuviel davon trinkt, ist man eine ganze Weile satt. Dafür hat man seinem Körper aber auch einen Menge Gutes getan. Kokosmilch aus frischen Kokosnüssen bereitet man zu, indem man das Fruchtfleisch im Inneren auslöffelt und dieses mit dem Kokoswasser gut durchmixt, bis eine homogene Flüssigkeit entstanden ist. Als Zugabe zu Suppen oder Soßen eignet sich Kokoswasser ebenso wie die erste Variante. Beide schmecken super, beide sind wahnsinnig lecker und sehr gesund.

Abgepacktes Kokoswasser ist nicht empfehlenswert. Es enthält kaum noch wertvolle Inhaltsstoffe und ist ernährungsphysiologisch tot. Das Geld könnt ihr lieber sparen, um davon die eben vorgestellten Produkte zu kaufen. Wer einmal eine echte Kokosnuss getrunken hat, wird ohnehin nicht mehr freiwillig zu in Plastik verpackten Derivaten zurückkehren.

Die gesättigten Fette

Dass Kokosnüsse fettreich sind, ist nichts Neues. Dass diese Fette gesund sind, auch nicht. Dass sich das Fett der Kokosnüsse hauptsächlich aus gesättigten Fettsäuren zusammensetzt, vielleicht schon eher. Und dass diese gesättigten Fette, so lange sie in roher Form vorliegen, auch noch sehr gesund sind, sogar noch gesünder als die allseits umworbenen und bekannten Omega 3-6-9-Fettsäuren, das ist vielen bestimmt neu.

Die gesättigten Fette in der Kokosnuss liegen als mittelkettige Fettsäuren vor. Sie werden leicht und effizient verdaut, resorbiert und verwertet. Sie sind schnelle Energielieferanten für den Körper, kurbeln den Stoffwechsel an, erhöhen die Fettverbrennung und tragen dazu bei, dass sich Fett nicht im Körpergewebe sammelt. Gute Voraussetzungen also, damit Kokosnüsse zum neuen Lieblingsessen werden.

Das Fett der Kokosnuss besteht zu 48% aus Laurinsäure, die auch in der menschlichen Muttermilch eine wichtige Rolle spielt und einen hervorragenden Schutz vor Parasiten ermöglicht. Neben den fettlöslichen Vitaminen A, D, E und K enthalten Kokosnüsse außerdem ein breites Spektrum an Mineralstoffen und Spurenelementen, das in seiner Zusammensetzung dem gesunden menschlichen Blutplasma sehr nahe kommt. Da Kokosmus und Kokosraspel alle essbaren Bestandteile der Kokosnuss enthalten, wird das gesunde Fett durch diese gleichzeitige Mineralstoffzufuhr zusätzlich aufgewertet. Es gibt also auch noch einen plausiblen Grund, das leckere Mus dem Öl vorzuziehen. Das Öl eignet sich perfekt zum Backen und Braten, da es sehr hitzebeständig ist und sich nicht in toxische Fette verwandelt, wie dies bei fast allen herkömmlichen Ölen der Fall ist.

Entgiftung

Rohe, gesättigte Fette können Schwermetalle so binden, dass sie durch den Darm ausgeschieden werden, ohne, wie andere moderne Entgiftungsmittel, neue Vergiftungssymptome auszulösen. Neben Schwermetallen gibt es heutzutage eine Fülle von fettlöslichen Toxinen, die wir durch Luft, Nahrung, Wasser oder Kleidung zu uns nehmen und die uns belasten. Aus diesem Grund ist ein Umdenken bei den Themen Ernährung und Entgiftung notwendig. Wo früher Fasten, Kräuter, Moor und Heilerde als Mittel halfen, wird heute mehr benötigt. Diese Ansätze sind natürlich auch jetzt noch sehr gut für die Gesundheit des Menschen, sie können allerdings keine fettlöslichen Gifte binden, ausleiten und damit eliminieren.

Die genauen Zusammenhänge zwischen rohen, gesättigten Fetten und der Wasserversorgung auf zellulärer Ebene ist bis heute zwar nicht vollständig erforscht, fest steht aber, dass ungesättigte Fettsäuren den Körper dehydrieren. Gesättigte Fettsäuren hingegen gleichen diese Wirkung aus, wenn sie in größerer Menge als die ungesättigten zugeführt werden.

Schönheit

Schönheit von Innen und von außen. Die Kokosnuss hilft nicht nur innerlich Wasser zu speichern, als Kokosöl auf die Haut aufgetragen, dient sie zudem als Feuchtigkeitsspender und gleichzeitiges Sonnenschutzmittel mit einem natürlichen LSF 20. Ich hätte selbst nie gedacht, wie vielseitig und effizient Kokosöl ist: Es ist angenehm weich auf der Haut, zieht schnell ein, ohne eine Fettspur zu hinterlassen, erzeugt einen Hauch von Kokosduft und macht alle anderen Haupflegeprodukte überflüssig. Auch für spröde Lippen, trockenes Haar und insbesondere bei Neurodermitis oder Dermatitis wirkt das natürlich antibakterielle Kokosöl Wunder. Am besten direkt nach der Dusche damit eincremen. Vor der Haarwäsche ins dünne Haar verteilt, lässt es dieses mit der Zeit kräftiger werden. Dickes Haar bekommt durch das Verwenden nach dem Waschen mehr Glanz.

Tipp: Wer sich etwas richtig Gutes tun will, kann sich angewöhnen, ein allmorgentliches Ölziehen durchzuführen. 5 bis 15 Minuten lang einen großen Teelöffel Kokosöl im Mund hin und her ziehen und schlürfen genügen schon um durch die Mundschleimhaut zu entgiften und alle über Nacht im Mund angesammelten Toxine loszuwerden. Außerdem stärkt dies das Zahnfleisch und die Zähne, beugt Karies und Paradontose vor und hilft gegen Mundgeruch.

Südsee-Feeling

Um sich selbst oder seinen Liebsten Urlaubsgefühle zu verschaffen, rate ich: Eine Kokosnuss aufschneiden, in die Öffnung einen Strohhalm und eine Blume stecken. Zurück lehnen und genießen. Fehlt nur noch die Hängematte…..

Lebenskraft / Prana /Chi (Qi)

Der Sitz unserer Lebenskraft sind die Nieren. Kokosnüsse reinigen die Nieren und können so dazu beitragen, mehr Lebensenergie aufzubauen und zu speichern. Im Klartext: Kokosnüsse halten länger jung und können lebensverlängernde Wirkung haben.

Genießt und lasst es euch gut gehen!

Viel Freude beim Nachmachen und Experimentieren!
Alles Liebe, Stephanie

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2 Kommentare

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sandra dekorsy

KOKOSÖL

Kann es sein, dass ich eine Nahrungsunverträglichkeit gegen Kokosöl/mus habe.

Bekomme ziemlich Durchfall davon

Das finde ich sehr sehr schade

Carlos

Hi Sandra!

Eher unwahrscheinlich, aber auszuschließen ist es natürlich nicht. (Aus Erfahrung) wahrscheinlicher ist eine „Störung“ des Fettstoffwechsels. Nimm' zu Anfang wenig Öl oder Mus und schau wie es Dir damit geht.

Liebe Grüße!
Carlos