Ingwer

Eingestellt von am 12.05.2014
Frisches Ingwer-Rhizom mit frischen Ingwer-Scheiben

Ingwer
Ginger / Gingembre / El Jengibre / Zenzero

Endlich kommt das Wissen der Großmütter wieder zum Tragen!

Frisch, getrocknet, gemahlen – den meisten von uns ist der Ingwer nur als Gewürz bekannt, er kann aber noch viel mehr und gehört zu den gesündesten Lebensmitteln der Welt.

Art und Herkunft

Die Ingwerwurzel (Zingiber officinale) mag es feucht und heiß. Sie wird in den Gebieten der Tropen und Subtropen angebaut und dort schon seit Tausenden von Jahren traditionell als heilende Pflanze verwendet. Ihre ursprüngliche Heimat liegt in Asien und Indien.

Tatsächlich gibt es über 50 verschiedene Sorten Ingwer, die sich in Qualität und Aroma vom Herkunftsland abhängig unterscheiden. Am intensivsten ist der jamaikanische Ingwer, chinesischer schmeckt typisch und Ingwer aus Nigeria ist sehr scharf.

Botanisch gesehen handelt es sich beim Ingwer übrigens nicht um eine Wurzel, sondern um Rhizom, ein unter der Erde wachsender Spross.

Geschmack

Gingerol ist der Wirkstoff, der den Ingwer so scharf und aromatisch macht und ihm seine typische wärmende Wirkung verleiht. Außer seinem Geschmack hat der Ingwer ihm noch seine antioxidativen Eigenschaften zu verdanken.

Interessant: Im Mittelalter war Ingwer Ersatz für Pfeffer.

Die Inhaltsstoffe

Schon Konfuzius soll um die vielen, wertvollen Inhaltsstoffe des Ingwers gewusst haben. Unter anderem enthält Ingwer zahlreiche Vitamine und Mineralien wie Calcium, Kalium und Eisen, sowie ein Fülle verschiedener ätherischer Öle.

Ingwer – Heilpflanze der Zukunft

Ingwer als vielseitiges Heilmittel im Überblick:

  • stärkt er das Immunsystem und hilft bei Erkältungen
  • beruhigt den Magen und wirkt so gegen Übelkeit und Erbrechen
  • regt die Verdauung an
  • lindert Schmerzen und Muskelkater
  • wirkt belebend und macht munter
  • hilft bei Arthrose
  • außerdem tötet er Krebszellen und beugt Alzheimer vor und senkt den Blutzuckerspiegel

Damit ist Ingwer ein Nahrungs- und Heilmittel der Zukunft.

Die hochwirksamen, anti-entzündlichen Eigenschaften helfen tatsächlich, einen verdorbenen Magen zu beruhigen, Entzündungen und Schmerzen zu lindern.

Sogar in der Schwangerschaft, nach einer Chemotherapie oder Operation ist Ingwer gut gegen Übelkeit und Erbrechen. Ein kleines Stückchen geschnittenen Ingwer kauen oder mit heißem Wasser übergossen trinken, bringt schon Erleichterung bei Übelkeit. Meine Oma hat bei Übelkeit immer einen ganzen Teelöffel gemahlenen Ingwer nach und nach in den Mund genommen und mit Wasser nachgespült.

Achtung: In der Schwangerschaft nur gering dosieren, denn zu viel Ingwer kann Wehen auslösen.

Ähnlich wie Aspirin hat Ingwer auch blutverdünnende Eigenschaften, die der Verklumpung von Bluttplättchen und damit der Verstopfung von Arterien und einem erhöhten Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko vorbeugen und entgegen wirken.

Darüber hinaus hat er dieselben entzündungshemmenden und schmerzstillenden Eigenschaften wie Aspirin – nur ganz ohne Nebenwirkungen.

Bei Arthrose kann die Einnahme Ingwer helfen die Entzündungsprozesse ebenso wie die Schmerzen in den Gelenken zu lindern und zusätzlich den arthrosebedingten Knorpelabbau entgegen zu wirken.

Ähnlich sieht’s im Sport aus. Um Muskelkater vorzubeugen, sollte man zwei Stunden vor dem Training Ingwer zu sich nehmen, gleichgültig in welcher Kombination. Sogar untergerührt in Haferschleim tut er seine Wirkung.

Glutahion ist das wichtigste wasserlösliche Antioxidans in unserem Körper. Es stimuliert das Immunsystem indem es die Funktionen der weißen Blutköperchen anregt. Die Einnahme von Ingwer wirkt einem krankheitsbedingten Abbau von Glutahion entgegen und unterstützt so unser Immunsystem bei der Krankheitsabwehr.

Weitere Einsatzgebiete: Auch bei Erkrankungen der Atemorgane und Menstruationsbeschwerden wirkt Ingwer Wunder. Regelmäßig getrunken und gekaut lindert er schmerzen und wirkt anti-entzündlich. Selbst die Galle erfreut sich über den Genuss von Ingwer indem sie die Speichel- und Magensaftproduktion erhöht.

Die Quintessenz

Ingwer wärmt uns nicht nur an kalten Tagen und verleiht  unserem Essen den gewissen Pepp, er macht auch sehr oft die Einnahme von Medikamenten überflüssig. Und das ist wohl das wichtigste was auch ich über Ingwer gelernt habe. Was gibt es besseres als uns und unsere zu lieben zu heilen und in ihrer Gesunderhaltung zu unterstützen, ohne dafür eine Kehrseite der Medaille in Kauf nehmen zu müssen.
Ab sofort gehören in vielen Fällen teure Medikamente und Nebenwirkungen der Vergangenheit an.

Rezept

Die wunderbaren Vorzüge des Ingwers kann man sich ganz einfach einverleiben, indem man Ingwer im Mixer mit Wasser zu einem herrlich wärmenden und belebenden Getränk zubereitet. Wer mag kann noch Zitrone und Honig dazu geben. Im Sommer ist Ingwertee mit lauwarmen Wasser und frischer Minze ein erfrischendes, die Hitze im Körper, sanft ausbalancierendes Getränk.

Mein Tipp: Wer morgens oder zur kalten Jahreszeit keine Lust auf einen kalten Grünen Smoothie hat, kann warmes Wasser zur Zubereitung nehmen und sich zusätzlich durch die Beigabe von Ingwer von Innen wärmen lassen.

Abgesehen von der wärmenden Eigenschaft, rundet Ingwer fast jede Art von Grünen Smoothie geschmacklich mit seinem Aroma und seiner milden Schärfe ab.
Mein frischer Lieblingssaft besteht aus:

  • Orange
  • Karotte
  • Roter Beete
  • und Ingwer

Lecker!

Wer das noch nicht kennt hat was verpasst!
Boostet das Immunsystem und kickt am Morgen mehr als ein Kaffee.

Übrigens: Im Kühlschrank hält sich Ingwer problemlos auch mehrere Wochen! Ich selbst wasche ihn nie, außer er ist extrem erdig, und schäle ihn auch nie. Warum auch? Die Schale hat viele wertvolle Inhaltsstoffe ist von Natur aus zum Verzehr gedacht.

Viel Spaß beim Ausprobieren und wilden Experimentieren!

Alles Liebe,
Stephanie

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