Brennesselsamen

Aktualisiert von am 08.08.2017
Brennnesselsamen

Was für die einen Matcha ist, sind für uns Brennesselsamen. Dieses Super-Superfood gibt es tatsächlich ganz gratis und kann von August bis in den Oktober – manchmal auch November – hinein fast überall geerntet werden. Danke an die wundervolle Natur, die uns damit ein natürliches Kräftigungsmittel schenkt. Ein weiterer Pluspunkt: Im Gegensatz zu vielen Superfood-Pulvern schmecken Brennesselsamen auch noch richtig gut. Mit ihrem leicht nussigen Aroma passen sie nicht nur in den Grünen Smoothie. Lass Dir die Ernte nicht entgehen!

Inhaltsstoffe und Wirkung der Brennesselsamen

Seit Ovid werden die an sich unscheinbaren Brennesselsamen als Aphrodisiakum geschätzt. Der Dichter empfahl zu diesem Zweck eine heiße Kombination aus Brennesselsamen und Pfeffer im Verhältnis 1:1.
Vollgepackt mit pflanzlichen Hormonen, Mineralien, Vitaminen und Eiweiß sind die kleinen Samen echte Vitalbooster, die bei allgemeiner Müdigkeit, Erschöpfung und Leistungsschwäche eingesetzt werden. Aufgrund ihres hohen Eiweißgehaltes sind sie für Sportler und vor allem auch für Veganer zu empfehlen. Außerdem sollen Brennesselsamen für starkes und glänzendes Haar sorgen und auf natürliche Weise die Sehkraft unterstützen. Brennesselsamen enthalten u.a.:

  • ca. 30 % Eiweiß
  • 25% – 33% Öl
  • 74% bis 83% Linolsäure
  • ca. 09,% Linolensäure
  • Tocopherol (Vitamin E): geschätzt als Radikalfänger
  • Schleimstoffe
  • Carotinoide wie ß-Carotin und Lutein: beides anerkannte Wirkstoffe zur Erhaltung der Sehkraft und zur Vorbeugung gegen Makuladegeneration.

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Verwendung der Brennesselsamen

Wir verwenden frische Brennesselsamen natürlich gerne im Grünen Smoothie. Das hat den Vorteil, dass Du sie roh genießen kannst und alle Nährstoffe erhalten bleiben. Natürlich passen sie roh auch super in ein Wildkräuter-Pesto.
Du kannst sie aber auch ganz einfach trocknen (Anleitung im nächsten Absatz) und im Mixer zu einem Pulver verarbeiten. So eignen sich Brennesselsamen zum Verfeinern von Salaten, Suppen, Dips oder Saucen. In einer 1:1-Mischung mit Deinem bevorzugten Salz hast Du natürlich auch im Handumdrehen ein geniales Kräuter-Salz hergestellt. Genug Ideen zur Verwendung bekommen? Dann auf zur Ernte!

Links im Bild männliche und rechts weibliche Brennesselsamen

Links siehst Du männliche Brennesselsamen. Geerntet werden aber die Samen der weiblichen Brennesseln – rechts im Bild.

Brennesselsamen ernten und trocknen

Das haben wir vorher auch nicht gewusst: Es gibt männliche und weibliche Brennesselsamen (siehe Foto-Collage). Geerntet werden vorzugsweise die Früchte der weiblichen Brennesseln, weil sie nährstoffreicher sein sollen. Du kannst sie daran erkennen, dass sie rispenartig an den Brennesseln herab hängen.
Wenn Du empfindlich bist, ziehe Dir für die Ernte am besten Handschuhe an – so machen wir es! Dann einfach die Samenstränge der oberen Brennesseltriebe mit einer Schere abschneiden und zum Aufbewahren in einen Korb oder eine größere Tüte geben.

Wenn Du die Brennesselsamen nicht frisch verarbeiten willst, kannst Du sie auch lufttrocknen und für ungefähr ein Jahr haltbar machen. Breite die Samen dazu auf ein Backblech ausgelegt mit Backpapier aus und lasse sie am besten in der Sonne trocknen. Falls die Sonne nicht scheint, einfach über Nacht an einen trockenen Ort stellen. Der Trocknungsprozess ist fertig, wenn sich die Samen von den Samensträngen von selbst lösen. Nun die Samenstränge aussortieren. Dazu brauchst Du keine Handschuhe mehr, denn sie brennen nicht mehr. Anschließend die Samen am besten mit einem Mixer pulverisieren. Wenn Du keinen Mixer zur Verfügung hast, kannst Du die Samen auch durch ein Sieb drücken – ist aber viel zeitaufwändiger! Nun das Brennesselsamen-Pulver in luftdichte, am besten lichtgeschützte Gläser füllen und an einem trockenen Ort lagern. Fertig ist das Powerfood für den Winter!

Hast Du schon mal Brennesselsamen gegessen? Wir freuen uns über Dein Feedback hier.

Viel mehr zum Thema Wildkräuter und wie man sie in Grünen Smoothies nutzt, findest Du im Buch: Wilde Grüne Smoothies von Gabriele Leonie Bräutigam.

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Ich verwende die Brennessel einschließlich der Samen schon lange. Mich verwundert hier der Rat, getrocknete Brennesselsamen für die längere Aufbewahrung im Mixer zu zerkleinern. Linolsäure möchte schonend behandelt sein.

Svenja von GrüneSmoothies.de
Svenja von GrüneSmoothies.de

Liebe Stefanie,

danke für den Hinweis, meist verwende ich die Samen auch im Ganzen, da ich sie direkt in den Smoothie gebe. Für das Kräutersalz hat es sich bewährt, die Samen zu Pulverisieren, damit es sich besser mischt, aber gerade mit grobem Salz sollte es bestimmt auch ungemahlen funktionieren.

Viele Grüße - Svenja

ich meinte jetzt auch nicht das Mahlen für das Kräutersalz, sondern als Wintervorrat. Leinsamen schrotet man ja auch nicht, um dann den Vorrat zu lagern.

Schöner Beitrag mit den Brennesselsamen. Aber warum die Samenstränge mühsam aussortieren? ich esse sie frisch immer mit. Ist die Brennesselpflanze nicht grundsätzlich essbar? Mehr Aufmerksamkeit schenke ich der genauen Betrachtung, ob Blattläuse o.ä. zwischen den Samen sitzen. Die würde ich nicht gerne mit essen. Grüße Ruby

Svenja von GrüneSmoothies.de
Svenja von GrüneSmoothies.de

Hallo Ruby,
oh ja, die Brennnessel ist gänzlich essbar und ist mein Lieblings-Superfood. Jedoch sind viele Brennnesseln im Spätsommer schon etwas braun, die Samen hingegen perfekt. Generell ist zu beachten, dass Brennnesseln 'Nitratsammler' sind und umso mehr Nitrat enthalten, je älter sie werden. Daher verwende ich am liebsten die jungen Pflanzen und später im Jahr meistens nur die oberen 5-6 Blätter.
Viele Grüße - Svenja

Sollte man den Samen immer pulverisieren wegen der besseren Verwertung? Oder auch einweichen?

Svenja von GrüneSmoothies.de
Svenja von GrüneSmoothies.de

Liebe Gabi,
das Pulverisieren ist praktisch, z.B. zum Mischen eines Kräutersalzes, aber nicht notwendig. Die Samen sind sehr zart und werden -gut gekaut- sehr gut verwertet. Einweichen kannst Du sie natürlich ebenfalls, je nachdem, wofür Du sie verwenden möchtest. Viel Freude - Svenja

Ich hab sie mir bisher nur in den Smoothie gemacht, aber trocknen ist auch eine gute Idee. Das werde ich in diesem Jahr wohl auch machen 🙂
Ich glaube, ich habe bisher nur die männlichen genommen. Darauf werde ich demnächst mal achten.

Svenja von GrüneSmoothies.de
Svenja von GrüneSmoothies.de

Viel Freude beim Experimentieren Tina. Liebe Grüße - Svenja

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