Braucht man für grüne Smoothies ein Rezept?

März 2nd, 2010

Nein, für grüne Smoothies brauchen Sie kein Rezept. Versuchen Sie mal, eines zu bekommen. Ihr Arzt wird Ihnen etwas husten. Dabei würde der grüne Smoothie gerade auch seinem Husten guttun.

Wir bekommen viele Anfragen nach Rezepten, weil viele glauben, Rezepte seien das A & O für einen guten grünen Smoothie. Aber das sind sie nicht. Auch nicht das B & P, denn ein grüner Smoothie braucht keine „Betriebsanleitung“. Wichtig ist einzig & allein (und das ist das E & A, um das es geht), dass Sie Ihre eigene Mischung finden, die Ihnen schmeckt. Und zwar jeden Tag neu.

Rezepte von anderen sind eine gute Anregung und Inspiration, aber letztlich geht es darum, selbst kreativ werden und all das ausprobieren, was uns die grüne Natur schenkt.

Deshalb möchten wir Sie auch gleich zu Beginn ermutigen, viel zu experimentieren. Wenn Sie sich am Anfang an die Faustregel 60% Früchte und 40% grünes Blattgemüse halten, können Sie gar nichts falsch machen. Vergessen Sie jedoch nicht, mindestens einen halben Liter (möglichst gefiltertes) Wasser hinzuzugeben. Die Flüssigkeitsmenge hängt davon ab, wie „flüssig“ Sie Ihren grünen Smoothie gerne trinken. Generell ist ein Smoothie jedoch sämiger als ein Saft, weil im Smoothie alles verarbeitet wird.

Unabhängig von einzelnen Rezepten ist eine Sache wichtig:
Der grüne Smoothie soll Ihnen so gut schmecken, dass Sie sich jeden Tag wieder auf den lieblichen Klang des Mixers freuen und es gar nicht abwarten können, dass das grüne Nährstoff-Gold genussvoll durch Ihre Kehle strömt.

Dies ist kein Spruch aus unserer Werbeabteilung (die wir gar nicht haben). Eher eine Tatsachenbehauptung, denn wie kein anderes Nahrungsmittel verbindet der grüne Smoothie individuellen Geschmack, Nährstoffdichte, Gesundheit und tägliche Abwechslung miteinander. Auch das Abenteuer kommt in dieser Aufzählung nicht zu kurz, denn es macht immer wieder Spaß, den Mixbehälter „anzustechen“ und zu probieren, wie die Mischung heute schmeckt. Der grüne Smoothie ist ein hochreines Naturprodukt, das keinen normierten und wiederholbaren Geschmack kennt. Und gerade deshalb wird er auch nie langweilig.

Werden Sie also zum grünen Künstler, der sich seine grünen Smoothies nicht mit dem Pinsel, dafür aber mit dem Mixer mahlt (kein Schreibfehler!).

Hier noch ein paar Tipps für Einsteiger (in den grünen Nährstoff-Ozean) und Aussteiger (aus der ungrünen, smoothielosen Ernährungsweise):

• Kaufen Sie sich einen guten Mixer, der auch alles kleinkriegt. Und mit „alles“ meinen wir: Fruchtkerne, Avocadokerne, Kakaobohnen, Leinsamen, Stiele, faserige Blätter, harte Melonenschale etc.

• Machen Sie Ihren grünen Smoothie nicht zu kompliziert. Wenige Zutaten erleichtern am Anfang das Herausfinden der eigenen Lieblingsgeschmäcker.

• Kaufen Sie im Bioladen ein und ernten Sie direkt aus der unbelasteten Natur (oder dem eigenen Garten). Der Körper nimmt im Smoothie nicht nur verstärkt Nährstoffe, sondern auch Schadstoffe auf.

• Geben Sie immer etwas Fettiges hinzu – dies hilft nicht nur, die fettlöslichen Vitamine aufzunehmen, sondern verstärkt auch den Gesamtgeschmack. Anbieten tun sich Avocados, Leinsamen, rohes Mandelmus, Kakaobohnen, Kokosfleisch etc. Auch kaltgepresste Öle veredeln in kleinen Mengen Ihren Smoothie.

• Stellen Sie immer eine größere Menge Smoothie her, am besten einen gefüllten Mixbehälter (ca. 1,5 Liter). Der grüne Smoothie hält sich sehr gut für 2 bis 3 Tage und schmeckt manchmal – wir kennen dieses Phänomen vom Eintopf – sogar besser, wenn er ein paar Stunden steht und „nachziehen“ kann. Keine Angst: das grüne Gold oxidiert kaum, denn durch den Mixvorgang werden die Antioxidatien der Schale und der Kerne so fein im Trank verteilt, dass der Sauerstoff keine Chance hat. (siehe auch Victoria Boutenko: Grüne Smoothies, S. 37ff.)

• Grüne Vielfalt ist angesagt: Nehmen Sie in jeden grünen Smoothie einen Teil aus den nachfolgenden drei Kategorien, denn das fördert erfahrungsgemäß eine ausbalancierte Geschmackstiefe: (1) Salate, Kohlsorten und Kräuter aus dem Bioladen, (2) das Grüne vom (Wurzel-) Gemüse, ebenfalls aus dem Bioladen sowie (3) Wildkräuter, Blätter und Nadeln aus der freien Natur.

• In Victoria Boutenkos neuem Buch Grüne Smoothies befindet sich eine Liste der essbaren Pflanzen und vertiefende Literaturhinweise.

Sie werden sehen: Wenn die Natur im Frühling wieder grün wird, werden Sie mit Wasser im Mund durch Wälder und Wiesen laufen, so viel leckere grüne Pflanzen und bunte Blüten gibt es auf dem immer gedeckten Tisch unseres grünen Planeten. Sie werden die Welt mit neuen Augen sehen, wenn Sie wissen, was Sie alles essen können . . . ohne einen Cent dafür bezahlen zu müssen.

Grüne Smoothies im Blog!

März 1st, 2010

Das Internet wird wieder ein bisschen grüner: Wir bloggen ab sofort über grüne Smoothies und den grünen Lifestyle.